Deutschlands Umgang mit dem Völkermord an den Ovaherero und Nama zeigt, wie Entschuldigungen und Wiedergutmachung nicht funktionieren. In der heute erschienenen Publikation „Wie man sich (nicht) entschuldigt“ analysieren wir (Sima Luipert & Maboss Ortmann – Nama Traditional Leaders Association; Nandi Mazeingo – Ovaherero Genocide Foundation; Felix Henn – Werkstatt Ökonomie) die deutsche (Nicht-)Auseinandersetzung mit dem Genozid und nehmen insbesondere die sogenannte Gemeinsame Erklärung zwischen Deutschland und Namibia kritisch unter die Lupe. Aus dieser Fallanalyse leiten wir zehn Prinzipien für eine glaubwürdige Entschuldigung sowie Anforderungen an (symbolische) Maßnahmen der Wiedergutmachung ab.
Die Publikation ist Teil der Factsheet-Reihe zu Klimareparationen des Konzeptwerks Neue Ökonomie in Leipzig. Unser Papier verbindet eine konkrete politische Analyse mit grundsätzlichen Fragen reparativer Gerechtigkeit („restorative justice“) und liefert wichtige Impulse für aktuelle Debatten über Reparationen, koloniale Kontinuitäten und (Klima-)Gerechtigkeit.
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