10 Jahre später beschäftigt uns der immer offensichtlicher werdende Befund, dass wir die Ziele von Paris verfehlen werden. Ist das ein Anlass, die Relevanz von internationalen Klimakonferenzen grundsätzlich in Frage zu stellen? Oder gibt es gute Gründe, diese Bemühungen trotz aller Zweifel fortzusetzen? Wir wollen den 10. Jahrestag zum Anlass nehmen, an die Beschlüsse von Paris zu erinnern, ihre Folgen und Erfolge zu benennen, die Gründe für das Verfehlen des 1,5 Grad-Zieles zu analysieren und am Ende zu fragen, unter welchen Voraussetzungen der Prozess internationaler Klimaverhandlungen zu einem Mehr an Klimagerechtigkeit führen könnte. Dazu haben wir Expertinnen und Experten eingeladen, die aus der politischen Verantwortung, als wissenschaftliche oder publizistische Beobachter oder aus der Perspektive von Nicht-Regierungs-Organisationen mit der Entwicklung der Klimaverhandlungen seit Paris bestens vertraut sind. Sie werden die genannten Themen und Fragen in vier Veranstaltungen analysieren und diskutieren.
Der vierte Teil der Reihe beschäftigt sich mit folgenden Fragen:
Warum Klimagerechtigkeit eine Zukunftsfrage für alle ist; wurde das Ziel der Klimagerechtigkeit seit Paris gestärkt? Welche Dimensionen müssten Ausgleichsleistungen für Loss and Damage der ärmsten Länder annehmen? Ist intergenerationelle Gerechtigkeit gegenüber der Zukunft überhaupt noch möglich?


