Terminkalender

Südafrika: 30 Jahre nach der Apartheid. Wo bleibt die Gerechtigkeit?
Montag, 24. November 2025, 19:00 Uhr
 

Wir nehmen jedes Semester ein anderes Land in den Blick und gehen der Frage nach, wie begangenes Unrecht aufgearbeitet, anerkannt und geahndet wurde, um Versöhnung zu erreichen und langfristig demokratische Institutionen zu etablieren. Nach Veranstaltungen zu Ruanda und Argentinien beschäftigen wir uns diesmal mit Südafrika.
30 Jahre nach dem offiziellen Ende der politischen Apartheid kämpft Südafrika immer noch mit Anerkennung der Opfer und deren Entschädigung. Die weltweit viel beachtete Wahrheits- und Versöhnungskommission (TRC) sollte nach 1994 die Verbrechen der Apartheid aufarbeiten. Doch während die meisten Täter*innen durch Amnestieverfahren oder Ignoranz ihre Schuld loswurden, kämpfen die Opfer nicht nur um ihre Anerkennung, ihre Resozialisierung, sondern auch um ihr tägliches Überleben. Denn die Täter*innen profitieren weiter von ihren Privilegien und ihrem Reichtum, die sie aufgrund eines rassistischen und menschenverachtenden Systems erlangen konnten. Am 20. Januar 2025 haben fünfundzwanzig Überlebende und Familien von Opfern, eine Klage eingereicht. Sie fordert verfassungsrechtlichen Schadenersatz für das grobe Versäumnis der Regierung, politische Verbrechen aus der Apartheid-Ära angemessen zu verfolgen. Wird dies dazu führen, dass die TRC ihre Arbeit wieder aufnimmt und den vielen bisher nicht anerkannten Opfern endlich Gerechtigkeit widerfährt?

Simone Knapp studierte Ethnologie, Afrikanistik und Soziologie in Mainz. Sie ist Geschäftsführerin der Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika KASA in Heidelberg mit den inhaltlichen Schwerpunkten: Entschädigung- und Wiedergutmachungsfragen, Entschuldung, Soziale Sicherheit (Grundeinkommen) und die Landfrage.

In Kooperation mit: Afrika hilft Afrika e.V., City-Kirche Ludwigsburg, Förderverein Zentrale Stelle e.V.

Kulturzentrum, kleiner Saal
Abendkasse: 8,00 € (6,00 €)

VHS Ludwigsburg

Ort: Kulturzentrum Wilhelmstraße 9/1, 71638 Ludwigsburg,
Vortragsreihe „Gerechtigkeit als Mittel der Versöhnung?"
 

Veranstaltungen

Global ohne Gerecht? Neue Perspektiven für die Nord-Süd-Zusammenarbeit
Jahrestagung 2026
30. Mai 10.00 Uhr - 30. Mai 2026 18.00 Uhr, Z-Quadrat, Große Langgasse 8, 55116 Mainz (Eingang Gymnasiumstraße)

Afrikas „neue Kolonialmächte“ – Nur ein neues Kapitel in der Kolonialgeschichte?
Kenako Festival 06. Juni 17.00 Uhr , Washingtonplatz, Berlin

Crashkurs Rohstoffwende 2026
Vom Oberrhein über Argentinien bis nach Simbabwe – Lithium-Abbau, Kreislaufwirtschaft und die Zukunft der Rohstoffpolitik
08. Juni 10.00 Uhr - 09. Juni 2026 16.00 Uhr, Karlsruhe

Alle satt und alles gerecht verteilt? Ressourcengerechtigkeit in Amazonien, Ernährungssicherheit in den Anden, Landkonflikte in Mexiko
11. Juni 00.00 Uhr , Welthaus Stuttgart

Koloniale Geschichtsbilder
Narrative und Perspektiven. Vortrag zur Ausstellung im MARCHIVUM
17. Juni 18.00 Uhr ,

Weilheimer Glaubensfragen 2026
08. Juli 19.30 Uhr , Pfarrei St. Pölten, Unterer Graben 48, 82362, Weilheim

Sambia vor den Wahlen 2026: Demokratie, shrinking civic space und politische Spannungen
09. Juli 17.00 Uhr - 09. Juli 2026 19.00 Uhr, online

Rein in die solidarische Zukunft. Globale Ungleichheit, kapitalistische Hegemonie und demokratische Alternativen
12. Juli 11.15 Uhr , Neuer Saal, Waldorfschule Frankfurt.

Colonial Wars, Racial Hierarchies and Mobility in the 21st Century
Symposium
17. Sep. 09.00 Uhr - 17. Sep. 2026 16.00 Uhr, Hybrid, Mytilene (Lesvos, Greece)

Jetzt erst recht gerecht! Allianzen stärken für globale (Schulden-)Gerechtigkeit
06. Nov. 00.00 Uhr , Jugendherberge Heidelberg