CorA-Netzwerk fordert Neuausrichtung des globalen Wirtschaftens

CorA-Forderungspapier zur Bundestagswahl

Globales Wirtschaften muss neu ausgerichtet werden. Das fordert das CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung  in einem Mitte Februar vorgelegten Positionspapier zur Bundestagswahl. Unternehmen in Deutschland, der EU und weltweit müssen zu einer am Gemeinwohl orientierten Verantwortung verpflichtet werden. Die Verletzung von Menschenrechten, Sozialstandards und Umweltbelangen in den Lieferketten, globale Ungleichheit, die drohende Klimakatastrophe und die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie machen deutlich, dass es eine verbindliche Rahmensetzung für unternehmerisches Handeln braucht. Damit würden auch diejenigen Unternehmen unterstützt, die ihrer Verantwortung schon freiwillig nachkommen und dafür bisher gegenüber ihren Wettbewerbern wirtschaftliche Nachteile in Kauf nehmen müssen. Auch der Rechtszugang für Menschen entlang der globalen Lieferketten, die Handels-, Steuer- und Subventionspolitik gehören auf den Prüfstand – ebenso wie das Gesellschaftsrecht, der Lobbyismus und der Bürokratieabbau auf Kosten von Mensch und Umwelt.

In der Legislaturperiode 2021 bis 2025 erwartet das CorA-Netzwerk von Bundestag und Bundesregierung insbesondere Maßnahmen in folgenden Bereichen: 

  • Sorgfaltspflichten durchsetzen und Rechtszugang für Betroffene stärken
  • Menschenrechte, Klima- und Umweltschutz in der Handelspolitik fördern und stärken
  • Unternehmenshandeln an den Zielen für nachhaltige Entwicklung orientieren
  • Wirtschaft zum Wohl von Menschen und Umwelt demokratisieren