Ökumenische Arbeitsstelle Anthropozän

Seit September 2019 ist bei der Werkstatt Ökonomie die „Ökumenische Arbeitsstelle Anthropozän” angesiedelt. Projektreferentin ist Dr. Sarah Köhler. Die Stelle wird von „Brot für die Welt“ finanziert und von den evangelischen und katholischen Trägereinrichtungen des Ökumenischen Prozesses „Umkehr zum Leben – den Wandel gestalten“ mit getragen. Sie versucht vor allem, den Brückenschlag zwischen theoretischen Inhalten aus Theologie und Erdsystemforschung und praktischer Umsetzung hin zu einem kulturellen Wandel der Nachhaltigkeit zu schaffen, damit Kirche zum Akteur eines neuen ökologischen Aufbruchs wird.

Der Ökumenische Prozess „Umkehr zum Leben – den Wandel gestalten“ lädt seit 2014 kirchliche Akteure dazu ein, gemeinsam zu entdecken und zu erleben, was ein Leben in Fülle für alle heute bedeutet. Die biblische Botschaft ermutigt uns zu einer Umkehr zum Leben. Und diese Umkehr ist dringend nötig: Unser Entwicklungs- und Wirtschaftsmodell setzt auf ständiges Wirtschaftswachstum und ist damit alles andere als zukunftsfähig. Der Klimawandel schreitet mit ungebremster Dynamik voran. Allenthalben tritt die Ressourcenknappheit zutage. Ernährungs- und Finanzkrisen sind noch längst nicht überwunden, und die soziale Ungleichheit nimmt weltweit zu. Deshalb ist eine tiefgreifende Transformation erforderlich, die unterschiedliche Dimensionen – soziale, ökonomische, ökologische, politische und kulturelle – umfassen muss.

Von 2014 bis Mai 2019 war die Projektstelle für den Ökumenischen Prozess „Umkehr zum Leben – den Wandel gestalten“ bei der Werkstatt Ökonomie angesiedelt. Seit Juni 2019 liegt die Koordination in den Händen von Constanze H. Latussek bei der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt.

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