Globale Verantwortung braucht einen gesetzlichen Rahmen

Datum: 27.10.2020
Uhrzeit: 18:00
Ort: KUBAA, Aalen
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Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe „Nachhaltigkeit (er)leben. Zukunft. Neu. Gestalten.”

Immer wieder kommt es in den Lieferketten von Unternehmen, auch deutschen, zu Verstößen gegen Menschenrechte und grundlegende Umweltstandards. Dem begegnen manche Firmen durch freiwillige eigene Maßnahmen oder durch die Beteiligung an Brancheninitiativen. Das ist grundsätzlich zu begrüßen. Aber es sind viel zu wenige Unternehmen, die das tun, und viele freiwillige Selbstverpflichtungen bleiben wirkungslos.

Weil das so ist, braucht es verbindliche menschenrechtliche Sorgfaltspflichten entlang der Lieferkette. Es muss möglich sein, Unternehmen für Menschenrechtsverstöße in ihrer Lieferkette haftbar zu machen, wenn sie fahrlässig gegen ihre Sorgfaltspflicht verstoßen. Und Opfer von Menschenrechtsverletzungen müssen Zugang zu deutschen Gerichten haben, um dort ihre Ansprüche etwa auf Wiedergutmachung geltend machen zu können.

Für ein Lieferkettengesetz setzen sich einige Bundesministerien ein, auch mehrere Dutzend Unternehmen haben sich für eine verbindliche Regelung ausgesprochen. Und die Initiative Lieferkettengesetz findet immer breiteren Widerhall mit ihren Forderungen.

Uwe Kleinert stellt in seinem Vortrag die Herausforderungen in den Lieferketten dar und ordnet die aktuelle Debatte in die jahrzehntelange Diskussion um die menschenrechtliche Verantwortung von Unternehmen ein, stellt die Kernelemente menschenrechtlicher Sorgfalt vor und erläutert die Forderungen der Initiative Lieferkettengesetz.

Anmeldung

bis 19. Oktober unter nachhaltigkeit*@aalen.de. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt.

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