Endspurt für ein starkes Lieferkettengesetz

Anfang März hat die Bundesregierung nach langer Blockade endlich den Entwurf für ein Lieferkettengesetz verabschiedet. Der ist auf der einen Seite ein Durchbruch, denn endlich wurde das Dogma der Freiwilligkeit gekippt. Doch auf der anderen Seite hat der Entwurf deutliche Lücken. Ein Lieferkettengesetz muss entlang der gesamten Lieferkette präventiv wirken und die Rechte von Betroffenen stärken! Der Entwurf wird dem nicht gerecht. Aber: Noch ist das Gesetz nicht fertig. Voraussichtlich ab 22./23. April wird der Bundestag über das Lieferkettengesetz beraten. Die Abgeordneten haben dann die Möglichkeit, Nachbesserungen einzufordern. Das ist unsere Chance!

Aktion Lieferkettenbrief

Schreibt an die Abgeordenten in euren Wahlkreisen den Lieferkettenbrief! Fordert sie auf, sich für ein starkes Lieferkettengesetz einzusetzen! Ein Lieferkettengesetz, das ...

  • Unternehmen dazu verpflichtet, proaktiv entlang ihrer gesamten Lieferkette Menschenrechts- und Umweltrisiken zu analysieren,
  • die Rechte von Betroffenen durch eine zivilrechtliche Haftungsregelung stärkt,
  • die Umwelt effektiv schützt und
  • nicht nur die ganz großen, sondern alle relevanten Unternehmen erfasst.

Jetzt den Lieferkettenbrief schreiben ...

MdB-Aktion: Ich stehe hinter einem starken Lieferkettengesetz

Bundestagsabgeordnete, die sich für Nachbesserungen im Lieferkettengesetz einsetzen, können das ab sofort sichbar machen: Sie können sich hinter dem Slogan „Ich stehe hinter einem starken Lieferkettengesetz“ fotografieren lassen und die Fotos dann in den sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #Lieferkettengesetz posten. Auf der Rückseite des Plakats sind unsere Forderungen erläutert. Sprecht eure MdBs auf das Lieferkettengesetz an, macht ihnen deutlich, dass für ein starkes Lieferkettengesetz Nachbesserungen nötig sind – und bringt ihnen das Aktionsplakat mit! Es kann im Webshop der Initiative Lieferkettengesetz unter https://lieferkettengesetz.de/mitmachen/ bestellt werden. Gruppen aus Baden-Württemberg können es auch direkt bei uwe.kleinert*@woek.de anfordern.

Downloads

Kontakt

Uwe Kleinert, Referent für Wirtschaft und Menschenrechte bei der Werkstatt Ökonomie in Heidelberg, steht in Baden-Württemberg als Ansprechpartner für die Initiative Lieferkettengesetz zur Verfügung. Zusammen mit Janika Wehmann vom DiMOE (Dienst für Mission, Ökumene und Entwicklung) und Ralf Häußler vom Zentrum für Entwicklungsbezogene Bildung (ZEB) unterstützt er die Vernetzung und den Informationsaustausch im Land.

Mailverteiler

Wer sich in Baden-Württemberg vor Ort für die Initiative Lieferkettengesetz engagieren möchte und dafür etwa einmal pro Woche aktuelle Informationen erhalten möchte, kann sich für einen Mail-Verteiler anmelden bei Uwe Kleinert, uwe.kleinert*@woek.de, Stichwort „Mailverteiler ILG-BaWü”.

Referent*innen in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg stehen die folgenden Referent*innen für Themen rund um die Initiative Lieferkettengesetz zur Verfügung. Die Liste ist nach Postleitzahlen sortiert. | Weiterlesen ...

Der kleine gesetzliche Rahmen

Der kleine gesetzliche Rahmen kann gut für eine Fotoaktion genutzt werden, bei der sich Menschen für ein Lieferkettengesetz positionieren. Am einfachsten ist es, die Leute mit ihrem eigenen Smartphone zu fotografieren und sie zu bitten, die Fotos gleich zu posten. Der folgende Download enthällt eine Anleitung zum Bau eines Rahmens, eine Schablone für den Paragraphen, der an dem Rahmen befestigt wird, und Vorlagen für Sprechblasen. | Download

Der große gesetzliche Rahmen

Für Aktionen im Netzwerk Baden-Württemberg der Initiative Lieferkettengesetz haben wir einen transportablen gesetzlichen Rahmen (3 m x 2 m) entworfen, der von Gruppen vor Ort ausgeliehen werden kann. Der Rahmen besteht aus Aluprofilen mit 80 bis 100 cm Länge und 10 cm breiten, ca. 100 cm langen MDF-Vorsatzblenden, die mit Magnetstreifen am Rahmen befestigt werden. | Download Aufbauanleitung

Aktionsbausteine

Eine ganze Reihe kreativer Aktionsideen hat die Initiative Lieferkettengesetz in einer zip-Datei zusammengestellt – darunter solche, die mit dem Motiv des „Gesetzlichen Rahmens” spielen, „verdeckte” Straßenaktionen, bei denen nicht gleich klar ist, wer dahintersteckt, Bausteine für den Dialog mit Politiker*innen oder für Filmabende zum Thema „Wirtschaft & Menschenrechte”. | Download zip-Datei (externer Link)