fair spielt

Mit dem Projekt „fair spielt” setzt sich die Werkstatt Ökonomie dafür ein, dass bei der Herstellung von Spielzeug die Menschenrechte und grundlegende Arbeitsstandards eingehalten werden. Sie führt damit das Anliegen der Aktion fair spielt weiter, die von 1999 bis 2012 gemeinsam vom Bischöflichen Hilfswerk Misereor, der Kath. Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), dem Kath. Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands (KAB), dem Nürnberger Bündnis Fair Toys und der Werkstatt Ökonomie getragen wurde.

Die Spielzeughersteller und den Handel fordern wir dazu auf, ihren Teil der Verantwortung zu übernehmen und für menschenwürdige Arbeitsbedingungen in ihrer Lieferkette zu sorgen. Einen ersten Schritt dazu können sie tun, indem sie und ihre Lieferanten sich konsequent und transparent am ICTI CARE-Prozess, dem Zertifizierungsprogramm des Weltverbandes der Spielwarenindustrie (ICTI), beteiligen. 

Die Aktion fair spielt setzte sich bis Ende 2012 außerdem dafür ein, dass der ICTI CARE-Prozess in den Fabriken wirksamer werden kann. Dazu wäre es unter anderem nötig, dass die Arbeiterinnen und Arbeiter an der Umsetzung des Kodexes und an der Kontrolle der Fabriken beteiligt werden. Außerdem muss die Lieferkette – wenigstens stufenweise – einbezogen werden und nicht nur die direkten Lieferanten. Und schließlich müssen die Unternehmen regelmäßig Rechenschaft darüber ablegen, welche Fortschritte sie bei der Umsetzung des ICTI-Kodex in ihrer Lieferkette gemacht haben. Diese Anforderungen werden im ICTI CARE-Prozess bisher nicht umgesetzt.

Da Fortschrittsberichte fehlen, sorgt fair spielt mit einer laufend aktualisierten Firmenliste für einen Überblick, welche Spielzeugfirmen sich an dem Programm ihres Weltverbandes beteiligen – und welche nicht.

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