Werkstatt Ökonomie legt neue fair spielt-Firmenliste vor

Einmal im Jahr fragt die Werkstatt Ökonomie Spielzeughersteller mithilfe eines Fragebogens, wie sie sich am brancheneigenen Programm zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Lieferkette, dem Ethical Toy Program (bisher: ICTI CARE-Prozess) beteiligen. Im Rahmen des Programms muss darüber nämlich nach wie vor keine Rechenschaft abgelegt werden. 

Die aktuelle Umfrage vom Januar 2018 zeigt, dass es dem Programm weiterhin nicht gelingt, die Markenfirmen einzubinden. Einige wenige Unternehmen geben bereitwillig Auskunft über die Wahrnehmung ihrer Lieferkettenverantwortung, bei anderen hat das Engagement deutlich nachgelassen, wiederum andere haben noch nie Auskunft gegeben. Freiwilligkeit stößt da an ihre Grenzen – überhaupt, wenn jede Transparenz fehlt und Sanktionen nicht zu befürchten sind.

Dazu passt, dass immer mehr Spielzeughersteller alternativ (manche auch ergänzend) die Business Social Compliance Initiative (amforiBSCI) nutzen, das von großen Handelshäusern angestoßene Social Audit-Programm. Offensichtlich kann der Handel wirksamer Anreize setzen als die Initiative des Weltverbandes der Spielzeugindustrie.