In eigener Sache: fair spielt macht ohne „Aktion” weiter

Seit 1999 setzt sich die Aktion fair spielt für menschenwürdige Arbeitsbedingungen in der Spielzeugindustrie ein – als Kooperationsprojekt des Bischöflichen Hilfswerkes Misereor, der Kath. Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), der Kath. Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands (KAB), des Nürnberger Bündnisses Fair Toys und der Werkstatt Ökonomie. Nach 13 Jah­ren haben nun die katholischen Organi­sationen die Weiterarbeit an die bisherigen Koalitionspartner übertragen: Das Nürnberger Bündnis wird als regionales Netzwerk weiter aktiv sein. Und die Werkstatt Ökonomie wird künftig – wie bisher schon – eine Watchdog-Funktion wahrnehmen und als Informationsstelle für VerbraucherInnen, Kitas und Engagierte zur Verfügung stehen. Für die Weiterarbeit der Werkstatt Ökonomie unter der Marke „fair spielt“ – statt „Aktion fair spielt" – hat Misereor einen finanziellen Grundstock zur Verfügung gestellt.

Dass eine Fortführung des Engagements dringend nötig ist, hat Prof. Lin-Hi in seinem Gutachten vom November deutlich gemacht: Die internen Anreize des ICTI CARE-Prozesses allein seien zu schwach, um Markenunternehmen und Handel wirksam auf die Einhaltung der grundlegenden Arbeitsstandards zu verpflichten. Solange das so sei, müssten Nicht-Regierungsorganisationen durch die Schaffung von Transparenz und die Aufrechterhaltung öffentlicher Aufmerksamkeit für den nötigen Nachdruck sorgen. Das wollen wir – auch ohne „Aktion“ – weiterhin tun!