Öko-Test testet Unternehmensverantwortung bei Spielzeugherstellern

„Müssen Kinder für das Spielzeug, das jetzt unter dem Weihnachtsbaum liegt, unter unmenschlichen Bedingungen schuften?” So lautet der erste Satz des Beitrags über die Unternehmensverantwortung in der Spielzeugbranche, der heute in der Dezemberausgabe der Zeitschrift Öko-Test veröffentlicht wurde. Und dennoch: Es geht nicht (!) um Kinderarbeit in dem Artikel. Es geht auch nicht darum, ob und wie nachhaltig, fair, verantwortlich und ökologisch die einzelnen Spielzeuge hergestellt wurden. Vielmehr wird gezeigt, ob und wie sich Firmen mit dem Thema Nachhhaltigkeit und ihrer Verantwortung dafür beschäftigen und ob sie bereit sind, darüber Auskunft zu geben.

Grundlage des Beitrags ist ein differenzierter Fragebogen, der an 26 Spielzeughersteller verschickt wurde. 19 von ihnen haben ihn (einigermaßen vollständig) beantwortet. Sieben haben die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt und gemauert, darunter Hasbro und Mattel, die beiden Größten der Branche. Zapf hatte für die Beantwortung des Fragebogens keine Zeit ...

Öko-Test verzichtet auf eine Rangliste der befragten Unternehmen, sondern präsentiert ein buntes Potpourri aus redlichen Bemühungen und sträflicher Ignoranz, verräterischem Halbwissen und seltsamen Ungereimtheiten. Ein Beitrag also, der mehr Fragen aufwirft als er Antworten gibt - und gerade deshalb ein realistisches Bild der gesellschaftlichen Verantwortung in der Branche zeichnet.

„Ob ausführlich, lückenhaft oder gar unlogisch”, so heißt es abschließend in dem Beitrag, „egal wie die Firmen den Fragebogen beantworteten, einen mehr oder minder großen Nachholbedarf in puncto Nachhaltigkeit haben noch alle. So kann kein Unternehmen in Sachen Transparenz voll überzeugen. Auch das Wissen um die Produktion und die ökologischen Folgen hält sich in Grenzen.” Es gibt also noch viel zu tun – fragen wir nach!

KäuferInnen des Öko-Test-Heftes erhalten neben dem 16-seitigen Artikel unter oekotest.de Zugriff auf ein 30-seitiges Nachhaltigkeitsglossar, den vollständigen Fragebogen, drei Interviews in voller Länge (u.a. mit Uwe Kleinert, dem Koordinator der Aktion fair spielt) und vieles mehr.