Aktion fair spielt antwortet auf Stellungnahme der ICTI CARE Foundation vom Mai 2011

Seit Vorlage ihres Diskussionspapiers zum ICTI CARE-Prozess, dem Programm für ethische Produktion des Weltverbandes der Spielzeugindustrie, im November 2009 steht die Aktion fair spielt in einem kontinuierlichen kritischen Diskurs mit den Verantwortlichen des Programms. Dabei hat die Aktion fair spielt mehrfach ausdrücklich die Bemühungen beim Aufbau des Programms gewürdigt, gleichzeitig aber auf ihrer Meinung nach entscheidende Schwachstellen in dem Zertifizierungssystem hingewiesen. Mit dem aktuellen Schriftwechsel, so die Aktion fair spielt, scheine der Diskurs allerdings an einem Punkt angekommen zu sein, wo über den Austausch der bekannten Positionen hinaus keine Fortschritte in der Sache mehr zu erwarten sind.

Die Aktion fair spielt stellt fest, dass in vielen Punkten nach wie vor Meinungsverschiedenheiten bestehen, insbesondere bezüglich der Einbeziehung der Lieferkette, der Beteiligung der Beschäftigten, der Vertretung branchenunabhängiger Perönlichkeiten im Vorstand, der Qualität der Fabrikkontrollen, der Transparenz des Programms und der Konsistenz der zu Grunde liegenden Regeln und Verfahren. Die einzelnen Aspekte werden in dem Schreiben ausführlich erläutert.

Zusammenfassend stellt die Aktion fair spielt fest, dass es der ICTI CARE-Prozess bisher versäumt habe, seine konkreten Ziele zu benennen und Indikatoren vorzuschlagen, anhand derer die Fortschritte bei der Zielerreichung gemessen werden können. Insgesamt bleibe der Prozess bezüglich Wirksamkeit, Glaubwürdigkeit und Transparenz weit hinter dem zurück, was zivilgesellschaftliche Organisationen von ihm erwarten und was er grundsätzlich auch leisten könne.