Aktuelle Projekte

Wirtschaft & Menschenrechte

Die Weltwirtschaft ist geprägt durch globalisierte Wertschöpfungsketten, marktradikale Handels- und Investitionsregime, grenzenlose Inwertsetzung von Mensch und Natur sowie eine riesige Kluft zwischen Arm und Reich. Es dominieren mächtige Wirtschaftsinteressen, während demokratisch legitimierte Institutionen und multilaterale Organisationen an Einfluss verlieren. Andererseits gibt es mit dem Konzept der Nachhaltigkeit und der Agenda 2030 durchaus einen normativen Rahmen in Politik und Gesellschaft, der Anknüpfungspunkte für mehr globale Gerechtigkeit und die Durchsetzung der Menschenrechte bietet.

Initiative Lieferkettengesetz

Gegen Geschäfte ohne Gewissen hilft nur noch ein gesetzlicher Rahmen: Immer wieder zeigt sich, dass Unternehmen ihrer menschenrechtlichen Verantwortung freiwillig nicht hinreichend nachkommen. Deshalb fordert ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis aus Menschenrechts-, Entwicklungs- und Umweltorganisationen, Gewerkschaften und kirchlichen Akteuren, darunter die Werkstatt Ökonomie, von der Bundesregierung ein Lieferkettengesetz.

KASA – Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika

Die KASA versteht sich als Informations- und Servicestelle zum Südlichen Afrika und als Lobby- und Kampagnenbüro zu ausgewählten Themen sozialer und wirtschaftlicher Gerechtigkeit im Kontext von Globalisierung und Klimawandel. Sie wurde 1996 auf Initiative der Werkstatt Ökonomie als Kooperationsprojekt kirchlicher Gruppen und Organisationen gegründet und ist seither bei der Werkstatt Ökonomie in Heidelberg angesiedelt. 

fair spielt – Spielzeug aus verantwortlicher Produktion

Die Werkstatt Ökonomie setzt sich weiter dafür ein, dass bei der Herstellung von Spielzeug die Menschenrechte und grundlegende Arbeitsstandards eingehalten werden. Sie führt damit das Anliegen der Aktion fair spielt weiter, die von 1999 bis 2012 gemeinsam vom Bischöflichen Hilfswerk Misereor, der Kath. Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), der Kath. Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands (KAB), dem Nürnberger Bündnis Fair Toys und der Werkstatt Ökonomie getragen wurde.

Mehr Recht als billig. Baden-Württemberg kauft verantwortlich ein

Der Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg (DEAB) und die Werkstatt Ökonomie haben 2012 gemeinsam das Projekt „Mehr Recht als billig: Baden-Württemberg kauft verantwortlich ein“ initiiert – mit dem Ziel, die nachhaltige öffentliche Beschaffung in Baden-Württemberg voranzubringen. Die Werkstatt Ökonomie ist seit 2013 zugleich Trägerin der Stelle des Eine Welt-Fachpromotors für nachhaltige öffentliche Beschaffung und Unternehmensverantwortung.

Ökumenische Arbeitsstelle Anthropozän

Seit September 2019 ist bei der Werkstatt Ökonomie die „Ökumenische Arbeitsstelle Anthropozän” angesiedelt. Projektreferentin ist Dr. Sarah Köhler. Die Stelle wird von „Brot für die Welt“ finanziert und von den evangelischen und katholischen Trägereinrichtungen des Ökumenischen Prozesses „Umkehr zum Leben – den Wandel gestalten“ mit getragen. Sie versucht vor allem, den Brückenschlag zwischen theoretischen Inhalten aus Theologie und Erdsystemforschung und praktischer Umsetzung hin zu einem kulturellen Wandel zur Nachhaltigkeit zu schaffen, damit Kirche zum Akteur eines neuen ökologischen Aufbruchs wird.