Sambia nach der Wahl: Ein klarer Sieg – aber keine Entwarnung für die Demokratie

Hakainde Hichilema hat die Präsidentschaftswahl in Sambia deutlich gewonnen. Nach Angaben der Electoral Commission of Zambia (ECZ) erhielt der Amtsinhaber rund 60,5 Prozent der Stimmen, sein wichtigster Herausforderer Brian Mundubile kam auf etwa 38 Prozent. Damit hat Hichilema ein starkes Mandat für eine zweite Amtszeit erhalten. Doch der Wahlsieg beendet die politischen Auseinandersetzungen nicht. Im Gegenteil: Die Wahl hat sichtbar gemacht, wie sehr sich der politische Raum in Sambia in den vergangenen Jahren wieder verengt hat.

Die Europäische Union kommt in ihrer vorläufigen Bewertung zu einem ambivalenten Ergebnis: Der Wahlprozess sei grundsätzlich kompetitiv gewesen, zugleich hätten Einschränkungen grundlegender Freiheiten für ein „uneven playing field“, also ungleiche Wettbewerbsbedingungen, gesorgt. Unsere Partnerorganisation, das Jesuit Centre for Theological Reflection (JCTR), das mit einem landesweiten Netzwerk von Beobachter:innen die Wahl begleitete, beschreibt dagegen den Wahltag selbst in vielen Regionen als weitgehend friedlich. Diese Unterscheidung ist wichtig: Nicht die Stimmabgabe am 13. August war das größte Problem – sondern die politischen Bedingungen davor und die Transparenz der Auszählung danach.

Ein Wahltag, der zunächst friedlich verlief

JCTR beobachtete Wahllokale unter anderem in Lusaka, Lundazi, Mongu, Kasama, Livingstone, Kitwe, Ndola, Katete, Mansa und Chipata. Die Beobachter:innen berichteten von Wahllokalen, die pünktlich öffneten, von friedlicher Stimmabgabe und davon, dass ungültige Stimmzettel teilweise ersetzt wurden. Auch die EU-Wahlbeobachtungsmission bewertete die Durchführung der Stimmabgabe insgesamt positiv.

Damit verbietet sich eine pauschale Darstellung der Wahl als manipuliert. Millionen Menschen konnten ihre Stimme abgeben, und die Wahl selbst war in weiten Teilen ruhig. Genau deshalb ist die Kritik an den politischen Rahmenbedingungen umso wichtiger. Demokratie besteht nicht nur aus dem Moment, in dem ein Stimmzettel in die Urne fällt.

Denn bereits vor dem Wahltag war der Wettbewerb nicht gleichberechtigt.

Ein schrumpfender politischer Raum

Seit Hichilemas überwältigendem Wahlsieg 2021 sind die Hoffnungen auf eine demokratische Erneuerung Sambias nur teilweise erfüllt worden. Zwar hat die Regierung wichtige Reformen umgesetzt, unter anderem die Abschaffung der Todesstrafe und der strafrechtlichen Diffamierung des Präsidenten. Gleichzeitig wurden Oppositionelle festgenommen, Versammlungen eingeschränkt und neue rechtliche Instrumente geschaffen, die Kritik und Kommunikation im digitalen Raum erschweren.

CIVICUS warnte bereits im Juli 2026 vor einem zunehmenden „closing civic space“ und verwies auf gesetzliche und administrative Maßnahmen, die politischen Dissens und öffentliche Beteiligung einschränkten. Auch der Bertelsmann Transformation Index (BTI) dokumentiert für die vergangenen Jahre zahlreiche Festnahmen von Oppositionellen und Fälle, in denen Sicherheitskräfte oppositionelle Veranstaltungen verhinderten.

Amnesty International warnte unmittelbar vor der Wahl ebenfalls vor einer Rückkehr zu Praktiken, die Hichilema selbst als Oppositionspolitiker kritisiert hatte. Die Organisation sieht insbesondere die Einschränkung von Meinungs- und Versammlungsfreiheit kritisch.

Die EU-Beobachter:innen stellten zudem fest, dass die UPND im Wahlkampf über deutlich größere Ressourcen verfügte und staatliche Veranstaltungen teilweise mit Wahlkampfaktivitäten vermischt wurden. In mehreren Fällen wurden nach ihrer Beobachtung auch staatliche Ressourcen zugunsten der Regierungspartei eingesetzt.

Das bedeutet nicht, dass Sambia zu einem autoritären Staat geworden wäre. Oppositionelle Parteien treten weiterhin an, unabhängige Organisationen arbeiten und Wahlen finden statt. Aber demokratische Systeme können auch schleichend erodieren. Der politische Raum wird nicht geschlossen – er wird enger. Darüber sprachen Mable Sichali, Referentin für Gemeindeentwicklung und soziale Gerechtigkeit, United Church of Zambia und Jimmy Maliseni, Rechtsanwalt, Direktor von Alliance for Community Action bei unserer Online-Veranstaltung im Vorfeld der Wahlen.

Wirtschaftliche Stabilisierung, soziale Ungleichheit

Hichilema kann dabei auf reale Erfolge verweisen. Nach der schweren Schuldenkrise hat seine Regierung eine Umschuldung erreicht und das Vertrauen internationaler Investoren zurückgewonnen. Rund zehn Milliarden US-Dollar sind seit 2021 in den Bergbau geflossen. Die Inflation wurde deutlich reduziert, und mit der kostenlosen Schulbildung wurde eine wichtige soziale Reform umgesetzt.

Doch die makroökonomische Stabilisierung ist bei vielen Menschen noch nicht als soziale Verbesserung angekommen. Hohe Lebenshaltungskosten, Arbeitslosigkeit und Stromengpässe belasten insbesondere junge Menschen. Die Financial Times beschrieb die Wahl deshalb als Auseinandersetzung darüber, wie stark die Bevölkerung tatsächlich vom Kupferboom profitiert. Gerade selbständige Bergleute und junge Menschen fühlen sich von den neuen Investitionen vielfach ausgeschlossen.

Hier liegt die eigentliche wirtschaftspolitische Herausforderung von Hichilemas zweiter Amtszeit. Claude Kabembe, Direktor von Southern Africa Resource Watch, hat sie prägnant formuliert: „Zambia needs a vision bigger than copper.“

Sambia braucht den Bergbau – aber Kupferproduktion allein ist keine Entwicklungsstrategie. Die entscheidende Frage lautet, ob die Einnahmen aus dem Rohstoffboom genutzt werden, um Landwirtschaft, industrielle Verarbeitung, Bildung, Technologie und regionale Wertschöpfung aufzubauen. Oder ob Sambia weiterhin vor allem Rohstoffe exportiert und die Gewinne nur begrenzt in der Gesellschaft ankommen.

Aus einer sozialpolitischen Perspektive geht es deshalb nicht nur um Wachstum, sondern um die Verteilung des Wachstums.

Die Krise begann nach der Wahl

Der eigentliche demokratische Stresstest begann allerdings erst nach dem Wahltag.

Am 14. August setzte die ECZ die Auszählung landesweit vorübergehend aus. Als Grund nannte sie Gewalt gegen Wahlpersonal und den Diebstahl von Wahlmaterial. Die Zählung wurde später wieder aufgenommen.

Die EU-Beobachtungsmission registrierte danach jedoch eine deutliche Verschlechterung der Transparenz. In zahlreichen Auszählungszentren wurden Ergebnisse nicht unmittelbar entsprechend den gesetzlichen Vorgaben dokumentiert. In fast der Hälfte der beobachteten Zentren kam es zu längeren Unterbrechungen, offenbar weil Wahlleiter:innen auf Anweisungen aus der ECZ-Zentrale warteten. Gleichzeitig nahm nach der Unterbrechung die Präsenz von Militär in den Auszählungszentren zu, während weniger Vertreter:innen von Parteien und zivilgesellschaftlichen Organisationen anwesend waren.

Besonders schwer wiegen Berichte über Angriffe auf Auszählungszentren. In Lusaka wurde nach Angaben der EU EOM ein Zentrum in Makeni von einer bewaffneten Gruppe angegriffen; fast sämtliche Ergebnisformulare sollen entwendet worden sein. Auch aus Kabwe wurden Angriffe mutmaßlicher UPND-Anhänger auf Auszählungszentren gemeldet. Diese Vorwürfe müssen unabhängig untersucht werden. Sie zeigen aber bereits jetzt, wie fragil das Vertrauen in den Wahlprozess geworden ist.

Noch problematischer ist die Entscheidung der ECZ, keine Ergebnisse auf Ebene der einzelnen Wahllokale vollständig öffentlich zugänglich zu machen. Gerade diese Daten wären notwendig, damit Parteien und zivilgesellschaftliche Beobachter:innen die offiziellen Ergebnisse überprüfen können.

Was bleibt von Hichilemas demokratischem Versprechen?

Hichilema hat gewonnen. Und sein Sieg ist deutlich genug, um nicht allein mit Manipulationsvorwürfen erklärt werden zu können. Die Opposition ist zudem selbst tief gespalten. Nach dem Tod des früheren Präsidenten Edgar Lungu 2025 zerfiel die ehemalige Regierungspartei Patriotic Front weiter; mehrere Oppositionsbündnisse konkurrierten miteinander. Brian Mundubile konnte diese Kräfte zwar teilweise bündeln, blieb aber organisatorisch und finanziell deutlich hinter der UPND zurück.

Sambia braucht eine starke und handlungsfähige Opposition. Eine Demokratie funktioniert nicht nur dadurch, dass eine Regierung gewählt wird. Sie braucht Institutionen, die Regierungsmacht kontrollieren: unabhängige Medien, Gerichte, Parlamente, Gewerkschaften und eine kritische Zivilgesellschaft. Organisationen wie JCTR spielen dabei eine zentrale Rolle. Ihre Wahlbeobachtung zeigt, dass demokratische Kontrolle auch von unten organisiert werden kann – durch lokale Beobachter:innen, Bürger:innen und gesellschaftliche Organisationen.

Hichilemas zweite Amtszeit sollte deshalb nicht mit der Botschaft beginnen, die Opposition habe verloren und die Regierung nun freie Hand. Sein eigentliches demokratisches Mandat besteht darin, die Institutionen zu stärken, die auch seine eigene Regierung kontrollieren.

Dazu gehören die vollständige Veröffentlichung der Wahlergebnisse auf Ebene der Wahllokale, eine unabhängige Untersuchung der Gewalt während der Auszählung, gleiche Bedingungen für Regierung und Opposition sowie die Sicherung von Versammlungs-, Presse- und Meinungsfreiheit.

Ein starkes Mandat – und eine große Verantwortung

Sambia bleibt trotz aller Rückschritte eine der stabileren Demokratien der Region. Der friedliche Machtwechsel von 2021 war ein wichtiger Beleg dafür. Auch 2026 konnten Millionen Menschen ohne massive Gewalt ihre Stimme abgeben.

Doch gerade deshalb sollte die zunehmende Einschränkung des politischen Raums nicht als Normalität akzeptiert werden.

Hichilema hat nun fünf weitere Jahre Zeit. Er kann sie nutzen, um Sambia wirtschaftlich stärker von seinem Kupferreichtum profitieren zu lassen und gleichzeitig demokratische Institutionen zu erneuern. Oder er kann die Machtkonzentration seiner Regierung weiter ausbauen.

Die Herausforderung ist damit größer als die Frage, wer die Wahl gewonnen hat. Sambia braucht eine Wirtschaftspolitik, die über Kupfer hinausweist – und eine Demokratie, die über den Wahlsieg einer Regierungspartei hinausgeht.

Die entscheidende Frage für Hichilemas zweite Amtszeit lautet deshalb: Wird er die Stärke seines Wahlsiegs nutzen, um den politischen Raum wieder zu öffnen – oder um ihn weiter zu schließen?

Diese und weitere aktuelle Einschätzungen werden wir mit einer öffentlichen Veranstaltung am Unabhängigkeitstag Sambias, dem 24. Oktober in Dortmund mit spannenden Gästen diskutieren.

 

Aktuelles

Kommt zur Demo! Nie wieder ist jetzt!

Als Teil des Heidelberger Bündnisses „Kein Schritt nach Rechts“ unterstützt die Werkstatt Ökonomie den Aufruf zur Demonstration am Samstag, den 12.09., ab 14 Uhr an der Stadtbücherei in Heidelberg....

Lesen ...

Plane den Wirtschaftswende Kongress 2027 mit uns

Klimakrise, historische Ungleichheit, die Ausbeutung von Mensch und Natur und der Abbau von Sozialstandards sind keine Naturgesetze. Sie sind das Resultat ökonomischer Machtstrukturen, die...

Lesen ...

„Die Zukunft ist nichts, worauf wir warten“

Rückblick auf eine gelungene Kooperationsveranstaltung Einer der Höhepunkte der Afrikatage Mannheim 2026 war die Vernissage der Fotoausstellung „Very Inspiring Persons“ am 13. Juli in der...

Lesen ...

Investigativrecherche deckt auf: Wirtschaftsministerium hebelt Lieferkettengesetz aus

Eine Investigativrecherche des ZDF hat offengelegt, wie das Wirtschaftsministerium unter Katherina Reiche das ihr unterstellte Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) systematisch...

Lesen ...

Sambia nach der Wahl: Ein klarer Sieg – aber keine Entwarnung für die Demokratie

Hakainde Hichilema hat die Präsidentschaftswahl in Sambia deutlich gewonnen. Nach Angaben der Electoral Commission of Zambia (ECZ) erhielt der Amtsinhaber rund 60,5 Prozent der Stimmen, sein...

Lesen ...

Namibia: Statement zur Kleinen Anfrage von Die Linke

Am 16. Juli wurde von der Deutschen Bundesregierung eine Antwort auf die von der Fraktion Die Linke gestellten kleinen Anfrage (21/7199)  übermittelt, die auf kritische Fragen hinsichtlich des...

Lesen ...

Fortsetzung des Weltsozialforums nach Aufhebung der Restriktionen

Am 6. August konnte die offizielle Eröffnung des Weltsozialforums in Cotonou am Nachmittag schließlich stattfinden. Die tausenden Vertreter:innen sozialer Bewegungen, Wissenschaftler:innen,...

Lesen ...

Colonial Wars, Racial Hierarchies and Mobility in the 21st Century

Die Bilder aus Ceuta gehen derzeit um die Welt. Tausende Menschen versuchen, die europäische Außengrenze zu überwinden. Viele bezahlen den Versuch mit ihrem Leben, andere stranden zwischen...

Lesen ...

Weltsozialforum in Cotonou: Solidarität mit sozialen Bewegungen weltweit

Mit dem heutigen Auftakt des Weltsozialforums in Cotonou (Benin) veröffentlicht die deutsche Delegation eine gemeinsame Pressemitteilung, in der sie ihre Solidarität mit den sozialen Bewegungen...

Lesen ...

Neue Kollegin bei der KASA

Mein Name ist Marita Anna Wagner und ich freue mich, ab dem 1. August 2026 das Team der Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA) unterstützen zu dürfen. Für die nächsten sechs Monate...

Lesen ...

Ein gutes Leben für ALLE – am Beispiel der großzügigen Felsenbirne. Literaturtipp für den Sommer

Viele Menschen können sich nicht konkret vorstellen, wie ein gutes Leben für ALLE – weder national und noch viel weniger global – möglich sein kann und funktionieren soll. Sofort fallen diesen...

Lesen ...

Kahlschlag beim Lieferkettengesetz? Koalitionsausschuss will 95 % der Unternehmen aus der Verantwortung nehmen

Aktuelles von der Initiative Lieferkettengesetz: Vom Koalitionsausschuss bis zur CSDDD-Umsetzung Im Koalitionsausschuss am 1. Juli haben die Parteispitzen von CDU/CSU und SPD angekündigt, den...

Lesen ...

Yaoundé wirkt so alt wie Paul Biya: Eindrücke am Rande der 14. Ministerialkonferenz der WTO

Im März dieses Jahres reiste ich nach Yaoundé (Kamerun), um an Aktivitäten rund um die 14. Ministerialkonferenz der Welthandelsorganisation teilzunehmen. Zuvor war ich bereits in Kapstadt, Luanda,...

Lesen ...

Save the Date: Afrika neu denken 2026

Völkerrecht am Ende? Afrikanische Ressourcen und Strategien für eine Zukunft jenseits des Imperialismus Unter diesem Titel lädt die Konferenz Afrika neu denken 2026 dazu ein, den gegenwärtigen...

Lesen ...

Sambia vor der Wahl: wirtschaftliche Stabilität und wachsende Unzufriedenheit

Am 13. August 2026 wählt Sambia einen neuen Präsidenten und ein neues Parlament. Fünf Jahre nach dem Wahlsieg von Hakainde Hichilema und seiner United Party for National Development (UPND) steht das...

Lesen ...

Wie man sich (nicht) entschuldigt. Bausteine für Klimareparationen

Nandiuasora “Nandi” Mazeingo (Ovaherero Genocide Foundation), Sima Luipert und Johannes Maboss Ortmann (Nama Traditional Leaders Association) sowie Felix...

Lesen ...

Online Veranstaltung: Sambia

Mit dem Wahlsieg von Präsident Hakainde Hichilema im Jahr 2021 verbanden viele Menschen in Sambia und international große Hoffnungen auf demokratische Reformen, politische Öffnung und einen...

Lesen ...

Gemeinsam den Wirtschaftswende Kongress 2027 gestalten!

Einladung zum Planungstag: Gemeinsam den Wirtschaftswende Kongress 2027 gestalten! Wir blicken seit Jahren auf tiefgreifende Krisen: Klimawandel, extreme soziale Ungleichheit, die Ausbeutung von...

Lesen ...

Starke Standards schützen Menschen, Demokratie und Lebensgrundlagen

Zahlreiche Organisationen, Unternehmen, Verbände, Institute und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens warnen in einer gemeinsamen Erklärung vor dem schleichenden Abbau von Schutzrechten in...

Lesen ...

Südafrika vor sozialpolitischer Weichenstellung: Neues Basic Income Support (BIS) oder ein echtes universelles Grundeinkommen?

Südafrika steht vor einer der wichtigsten sozialpolitischen Entscheidungen seit dem Ende der Apartheid. Die Regierung arbeitet derzeit an einem neuen System der sozialen Grundsicherung, dem...

Lesen ...

50 Jahre Sowetoaufstand: die Jugend klagt an

Zum 50. Jahrestag des Soweto-Aufstands am 16. Juni 2026 debattiert in Südafrika über Erinnerung, soziale Gerechtigkeit und das unerfüllte Versprechen der Befreiung. Von vielen Regierungen werden...

Lesen ...

President Netumbo Nandi-Ndaitwah: "Wir sind zu wenige, um arm zu sein”

Warum die Debatte um ein universelles Grundeinkommen aktueller ist denn je Von außen betrachtet gilt Namibia oft als eines der politisch stabilsten Länder Afrikas. Das südwestafrikanische Land...

Lesen ...

Simbabwes Lithium-Wende

Lithium ist zum strategischen Rohstoff des 21. Jahrhunderts geworden. Ohne Lithium keine Elektroautos, keine Batteriespeicher, keine groß angelegte Energiewende. Während Europa und Nordamerika ihre...

Lesen ...

Argumentationsleitfaden: Reparationen für den Genozid in Namibia?

Die Debatte über Reparationen für koloniales Unrecht gewinnt international an Bedeutung – auch im Umgang mit dem deutschen Völkermord an den Ovaherero und Nama sowie an Damara und San in der...

Lesen ...

Jahresbericht 2025 der WÖK erschienen

„Als Vorstand möchten wir einladen, dass Sie die WÖK in alle Munde bringen, damit die Kompetenzen abgefragt und eingebracht werden können und sie neue Unterstützer:innen bekommt. In Zeiten, in denen...

Lesen ...

Ein gutes Leben für ALLE – ein Format entwickelt sich

Viele Menschen können sich nicht konkret vorstellen, wie ein gutes Leben für ALLE – weder national und noch viel weniger global – möglich sein kann und funktionieren soll. Sofort fallen diesen...

Lesen ...

Presse-Echo: Proteste in Namibia und Berlin

Zeitgleich zu einer Menschenkette auf Shark Island in Namibia demonstrierten wir am 11. April in Berlin in Solidarität mit den betroffenen Gemeinschaften. Als Teil des Bündnisses „Völkermord...

Lesen ...

Save the date - Afrika neu Denken 2026

Völkerrecht am Ende? Afrikanische Perspektiven für eine Zukunft jenseits des Imperialismus Kriege, wirtschaftlicher Druck und das brüchig werdende Völkerrecht prägen unsere Gegenwart. Während...

Lesen ...

Chinas Offensive gegenüber Afrika in Zeiten globaler Unsicherheiten

Am 1. Mai 2026 trat die von Chinas Präsident Xi Jinping bereits im Februar angekündigte Zollfreiheit für 53 der 55 afrikanischen Staaten in Kraft. Die Maßnahme erfolgt in einem Kontext wachsender...

Lesen ...

„Damit Ordnung im Elternhaus der Menschheit herrscht“. Hommage an Dr. Urbain N´dakon

Am 5. Januar 2026 verstarb Dr. Urbain N’dakon. Er war promovierter Germanist, Qualitätsmanager und Vorstand der Genossenschaft MacoopA (Maat-Afrika). Viele kannten ihn als Brückenbauer zwischen Côte...

Lesen ...

Die WÖK/KASA startet eine Petition gegen das NGO-Gesetz in Angola

„Nein zum NGO-Gesetz in Angola – Schutz für Zivilgesellschaft und Menschenrechte“, so heißt die von der WÖK/KASA gestartete Petition gegen das NGO-Gesetz in Angola. Begründet wird das Gesetz mit der...

Lesen ...

Endlich online: Das Netzwerk Rohstoffgerechtigkeit mit eigener Webseite

Ab sofort ist das Netzwerk Rohstoffgerechtigkeit Baden-Württemberg erstmals unter rohstoffgerecht.de mit einer eigenen Webseite vertreten. Als Werkstatt Ökonomie koordinieren wir das Büdnis mit, in...

Lesen ...

Aktiv werden fürs Lieferkettengesetz: E-Mails an die Politik

Das deutsche Lieferkettengesetz wirkt gegen Ausbeutung und Umweltzerstörung. Das zeigen mittlerweile viele Beispiele. Dennoch wird in der Bundesregierung nun auch auf deutscher Ebene dessen...

Lesen ...

Pressemitteilung: Die Energiewende gerecht gestalten!

Pressemitteilung I Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V. (DEAB) und NaturFreunde Baden-Württemberg e.V.  Die Energiewende gerecht gestalten! Zukünfte dekolonisieren: Keine...

Lesen ...

Shrinking Space auch in Sambia?

Als Hakainde Hichilema im August 2021 die Präsidentschaftswahlen in Sambia gewann, galt dies weit über die Landesgrenzen hinaus als demokratischer Hoffnungsmoment. Nach Jahren wachsender Repression...

Lesen ...

Wiederkehrendes Muster: Xenophobie in Südafrika

Die jüngsten xenophoben Angriffe in Südafrika erscheinen häufig als spontane Eskalationen, doch empirische Daten zeigen, dass sie auf tief verankerten gesellschaftlichen Einstellungen beruhen. Am...

Lesen ...

Gerechtigkeit für Marikana – mit dem Lieferkettengesetz?

Hybride Diskussionsveranstaltung am 29. April 2026 mit zwei Aktivisten aus Südafrika Wie kann transnationale Solidarität und Zusammenarbeit entlang der Lieferketten in Zeiten eskalierender Krisen...

Lesen ...

Jetzt anmelden zur Tagung: Zukünfte dekolonisieren – Kritische Blicke auf "grüne" Technologien"

Meldet euch noch schnell zu unserer Tagung an, kommt vorbei und diskutiert mit uns! Stell dir vor: Die Energiewende ist in vollem Gange – aber nicht alle profitieren gleich davon. Für „grüne...

Lesen ...

Papst kritisiert Ausbeutung Angolas – und nimmt Eliten in die Pflicht

 „Mächtige Interessen greifen nach den materiellen Reichtümern Angolas. Wie viel Leid, wie viele Tote, wie viele soziale und ökologische Verwüstungen sind die Folge dieser ausbeuterischen...

Lesen ...

Angola kriminalisiert Zivilgesellschaft – unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung

KASA richtet Stellungnahmen an FATF EU Task Force und UN-Sonderberichterstatterinnen Mit dem neuen NGO-Gesetz verschärft die angolanische Regierung ihren Kurs gegenüber unabhängiger...

Lesen ...

Demo-Aufruf: Hände weg von Shark Island – Reparationen statt Rohstoff-Rausch

Ein geplanter Hafenausbau rund um Shark Island in Namibia bedroht einen zentralen Erinnerungsort an den deutschen Kolonialgenozid an den Ovaherero und Nama. Während Betroffene am 11. April in...

Lesen ...

Der Hafen als politischer Ort


Lesen ...

Das leere „Paket“ einer blockierten Welthandelsordnung

MC14 in Yaoundé Die Welthandelsorganisation (WTO) befindet sich seit Jahren im Krisenmodus. Ihr wurde wiederholt das baldige Ende vorausgesagt, und tatsächlich hat sie deutlich an politischem...

Lesen ...

Nachhaltiger Handel oder Fortsetzung extraktiver Muster?

MC14 in Yaoundé:  Auch in Yaoundé findet am Rande der Ministerialkonferenz 2026 der WTO ein Trade and Sustainability Hub 2026 statt. Dieser wird seit mehreren Jahren parallel zu den...

Lesen ...

Anspruch und Wirklichkeit: Die Eröffnung der WTO-Ministerkonferenz MC14 in Yaoundé

Am 26. März fand im Palais des Congrès in Yaoundé, der Hauptstadt Kameruns, die Eröffnung der 14. Ministerialkonferenz (MC14) der Welthandelsorganisation (WTO) statt. In den Eröffnungsreden gingen...

Lesen ...

Zwischen Wettbewerb und Multilateralismus: Herausforderungen der WTO-Ministerkonferenz MC14

 Heute, am 26. April, beginnt offiziell die 14. Ministerialkonferenz (MC14) der Welthandelsorganisation (WTO). Im Vorfeld hat eine Gruppe zivilgesellschaftlicher Organisationen, darunter Brot...

Lesen ...

Südafrikas späte Suche nach Gerechtigkeit: Die Untersuchungskommission zu blockierten Apartheid-Verfahren

Mehr als drei Jahrzehnte nach dem Ende der Apartheid steht Südafrika erneut vor einer grundlegenden Frage seiner demokratischen Selbstvergewisserung: Warum wurden zahlreiche schwere Verbrechen aus...

Lesen ...

WTO am Scheideweg: Nur Gerechtigkeit kann den Welthandel aus der Krise führen

Die 14. Ministerielle Konferenz der Welthandelsorganisation (MC14), die vom 26. bis 29. März 2026 in Yaoundé, Kamerun, stattfindet, fällt in eine Phase tiefgreifender Umbrüche im globalen...

Lesen ...

Fairtrade und die Realität auf Südafrikas Weinfarmen

Hoffnung auf Gerechtigkeit durch Fairtrade Fairtrade gilt für viele Konsument:innen als Garant für gerechte Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung. Besonders im globalen Weinhandel spielt Südafrika...

Lesen ...

Angola zwischen Aufbruch und Repression: Rohstoffreichtum, soziale Spannungen und der schwierige Weg in die Zukunft

Von außen betrachtet erscheint Angola als ein Land mit enormem Potenzial. Reich an natürlichen Ressourcen, strategisch gelegen und zunehmend eingebunden in globale Energie- und Handelsnetzwerke,...

Lesen ...

Veranstaltungen

Colonial Wars, Racial Hierarchies and Mobility in the 21st Century
Symposium
17. Sep. 09.00 Uhr - 18. Sep. 2026 16.00 Uhr, Hybrid, Mytilene (Lesvos, Greece)

Gerechter Frieden: Mehr als das Schweigen von Waffen
23. Sep. 19.00 Uhr - 23. Sep. 2026 21.00 Uhr, Pfarrheim Liebfrauen-Überwasser, Kathagen 2, 48143 Münster

Koloniale Kontinuitäten im Fairen Handel.
29. Sep. 18.00 Uhr - 29. Sep. 2026 20.00 Uhr, Online

Of Mud and Blood – Im Rausch der Hoffnung
Film und Diskussion
07. Okt. 19.30 Uhr , Cinema Quadrat, Mannheim

Planungstreffen zum Wirtschaftswende Kongress 2027
09. Okt. 15.00 Uhr - 09. Okt. 2026 18.00 Uhr, DEAB, Stuttgart

Konzepte und Visionen zur Transformation Afrikas.
09. Okt. 17.00 Uhr - 09. Okt. 2026 19.00 Uhr, Die Hegge, Niesen - Hegge 4, 34439 Willebadessen

Völkerrecht am Ende? Afrikanische Ressourcen und Strategien für eine Zukunft jenseits des Imperialismus
Konferenz Afrika neu denken 23. Okt. 17.00 Uhr - 23. Okt. 2026 21.00 Uhr, Ubuntu Haus, Rehstr. 23c, Frankfurt

Sambia – Ein Land im Wandel
Globale Krisen, Rohstoffe und die Suche nach einer gerechten Entwicklung
24. Okt. 18.00 Uhr , Welthaus, Rosental 1, 44135 Dortmund

Südafrika 2026: Was ist aus den Versprechen des Befreiungskampfes geworden?
30. Okt. 19.00 Uhr , St. Albert Kirche Heidelberg

Jetzt erst recht gerecht! Allianzen stärken für globale (Schulden-)Gerechtigkeit
06. Nov. 00.00 Uhr , Jugendherberge Heidelberg

Für eine lebensfreundliche Zukunft: Mehr Kooperation in der Region
20. Nov. 09.15 Uhr - 20. Nov. 2026 11.45 Uhr, Bürgerhaus Freiburg-Zähringen, Lameystraße 2

Unsere Netzwerke und Unterstützer

  • csm_FH_mSlogan_RGB_23d44b3954.jpg
  • ems.jpg
  • attac.png
  • BrotFuerDieWelt.jpg
  • bonhoeffer-gemeinde_hd.jpg
  • kda_baden_mit_ekiba.png
  • elm.jpg
  • Buendnis_Voelkermord.png
  • RohstoffGerecht.png
  • forum_menschenrechte.png
  • plough_back_the_fruits.png
  • allianz_rechtssicherheit.png
  • evang_kirche_in_hessen_und_nassau.png
  • VEM.png
  • evang_kirchenkreis_dortmund.jpg
  • evang-methodistische_kirche.png
  • eine-welt-promotorinnen-programm.png
  • evang_kirche_in_heidelberg.png
  • deab.png
  • berliner_missionswerk.png
  • dachverband_kritische_aktionaere.png
  • cora-netzwerk.png
  • Bistum_Mainz.jpg
  • erlassjahr.png
  • ewz_heidelberg.png
  • zimbabwe_europe_network.png
  • evang_kirche_in_baden.jpg
  • netzwerk_geldkompass.png
  • gossner_mission.png
  • bistum_limburg.jpg
  • misereor.jpg
  • initiative_transparente_zivilgesellschaft.png
  • fair_toys_organisation.png