Völkerrecht am Ende? Afrikanische Ressourcen und Strategien für eine Zukunft jenseits des Imperialismus
Unter diesem Titel lädt die Konferenz Afrika neu denken 2026 dazu ein, den gegenwärtigen globalen Umbruch aus den Perspektiven afrikanischer Länder zu betrachten. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Impulse von Afrika ausgehen können, um eine gerechtere und zukunftsfähige Weltordnung zu gestalten.
Ausgangspunkt ist die aktuelle geopolitische Lage. Zentrale Errungenschaften des Völkerrechts und einer regelbasierten internationalen Ordnung werden zunehmend infrage gestellt. Damit soll jedoch nicht suggeriert werden, dass die internationale Ordnung vor den gegenwärtigen Krisen gerecht oder frei von Machtasymmetrien gewesen sei. Im Gegenteil: Viele ihrer Regeln – etwa in der Friedenspolitik, der internationalen Handelsordnung oder der globalen Finanzarchitektur – spiegeln historisch gewachsene Machtverhältnisse wider und haben diese vielfach verfestigt.
Neu ist jedoch die Offenheit, mit der machtpolitische Interessen heute verfolgt werden. Nationale Egoismen, geopolitische Rivalitäten und das Recht des Stärkeren scheinen international zunehmend an Legitimität zu gewinnen. Diplomatische Zurückhaltung weicht einer Politik offener Konfrontation. Mächtige Staaten testen die Grenzen des Völkerrechts aus, setzen auf wirtschaftlichen und politischen Druck sowie auf wechselseitige Vergeltungsmaßnahmen. Die Folgen dieser Entwicklungen treffen insbesondere jene Länder, die weder die Konflikte verursachen noch über vergleichbare Machtressourcen verfügen.
Vor diesem Hintergrund rückt Afrika neu denken 2026 afrikanische Ressourcen, Perspektiven und Handlungsoptionen in den Mittelpunkt. Welches politische Selbstverständnis brauchen afrikanische Staaten in einer zunehmend multipolaren und konfliktreichen Welt? Welche Strategien können ihnen helfen, ihre Interessen wirksam zu vertreten? Und welche Beiträge können afrikanische Gesellschaften und politische Akteur:innen für eine internationale Ordnung leisten, die auf Kooperation, Gerechtigkeit und der Überwindung imperialer Machtverhältnisse basiert?
Diesen und weiteren Fragen widmet sich Afrika neu denken 2026. Merken Sie sich den Termin schon jetzt vor – weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung folgen in Kürze.



