„Damit Ordnung im Elternhaus der Menschheit herrscht“. Hommage an Dr. Urbain N´dakon

Am 5. Januar 2026 verstarb Dr. Urbain N’dakon. Er war promovierter Germanist, Qualitätsmanager und Vorstand der Genossenschaft MacoopA (Maat-Afrika). Viele kannten ihn als Brückenbauer zwischen Côte d’Ivoire, Afrika und Deutschland – als Musiker, Komponist und überzeugten Panafrikanisten, der mit akustischer Gitarre, Djembe und markanter Stimme Poesie, afrikanische Weisheiten und Märchen in seine selbstkomponierten Lieder einfließen ließ.

Zugleich war Urbain ein engagierter Verfechter der Gemeinwohlökonomie und der afrikanischen Einheit. Als Referent, Moderator und Künstler prägte er über viele Jahre die Konferenz „Afrika neu denken“ in Frankfurt am Main mit. Sein plötzlicher Tod nach kurzer, schwerer Krankheit löste große Betroffenheit aus – nicht nur in der afrikanischen Diaspora in Deutschland, sondern überall dort, wo er als Musiker, Intellektueller und Inspirator wirkte.

Nach seiner Beerdigung in Côte d’Ivoire fand am 18. April in Fulda eine Gedenkveranstaltung statt, an der mehr als 250 Menschen aus ganz Deutschland teilnahmen. Die große Resonanz machte deutlich, wie viele Menschen Urbain mit seiner Persönlichkeit, seinen Ideen und seinem Engagement erreicht hatte.

Wenige Tage vor der Veranstaltung wurde ich gebeten, im Namen des Aufsichtsrats von MacoopA sowie des Trägerkreises von „Afrika neu denken“ einen Wortbeitrag zu halten. Obwohl ich Urbain viele Jahre kannte und eng mit ihm zusammenarbeitete, fiel es mir zunächst schwer, die richtigen Worte zu finden. Dann erinnerte ich mich an eine E-Mail, die er mir im März 2022 geschickt hatte. Damals versuchte er, mich trotz meines begrenzten Zeitbudgets für eine Mitarbeit im Aufsichtsrat von MacoopA zu gewinnen.

Schon damals hatten mich seine Worte inspiriert. Nach seinem Tod lese ich diese Nachricht wie ein Vermächtnis – als Ausdruck seines Denkens, seiner Hoffnung und seines unerschütterlichen Glaubens an eine solidarische, panafrikanische Zukunft. Deshalb entschloss ich mich, seine E-Mail in meine Rede in Fulda einzubauen.

Im Folgenden dokumentiere ich diese Nachricht sowie meine neue Antwort darauf – eine neue Antwort, die Urbain selbst nicht mehr lesen konnte.

-------------------------------------------------------

Lieber Bruder Boniface,

 In der Anlage übersende ich dir das versprochene Infomaterial zu unserer Genossenschaft, die den Gedanken der Gemeinwohl-Ökonomie in unternehmerisches Handeln umsetzen soll. Unser Motto ist „Africa Unity, World Prosperity“. Wir nehmen ernst, dass Afrika die Wiege der Menschheit, also das Elternhaus der Menschheit, ist. Egal, wie divers die Welt inzwischen geworden ist: An der Tatsache, dass alle Menschen aus Afrika stammen, wird sich nichts mehr ändern. Wir sind alle Afrikaner.

Wir bei MacoopA glauben, dass die Welt erst dann eine harmonische Welt ist, wenn die Menschheit respektvoller mit diesem Kontinent umgeht und es den Menschen auf dem Mutterkontinent besser geht als zurzeit, wenn also Ordnung, Wohlstand und Harmonie im Elternhaus der Menschheit herrschen. Es geht aber längst nicht nur um Kontinentalafrika, sondern auch um die afrikanische Diaspora in Europa.

MacoopA eG ist eine Genossenschaft für Afrikaner*innen, Menschen afrikanischer Herkunft und Verbündete Afrikas, die an unser Ideal glauben. Die Gründung von MacoopA steht im Zusammenhang mit der von der UNO ausgerufenen Internationalen Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft (2015–2024). Ziel der Dekade ist es, alle Formen der Diskriminierung von Menschen afrikanischer Herkunft in allen Ländern der Welt zu beenden. Dieses Ziel wird wohl nicht erreicht werden, aber wir haben das Projekt innerhalb dieser Dekade begonnen, um diese positive Vision zu verfolgen und an der „Afrotopia“ im unternehmerischen Bereich zu arbeiten.

Es geht darum, afrikanische Menschen und Menschen afrikanischer Herkunft zu ermutigen, ihr Talent und ihre Erfahrung in ein sozial-ökologisch ausgerichtetes Unternehmensprojekt zu investieren und mehr Wohlstand sowie soziale Entfaltung für sich und ihre Community zu generieren. Die Genossenschaft begleitet sie dabei mit Dienstleistungen in Form von Bankdienstleistungen, Crowdfunding, Bildung und einer Online-Handelsplattform. Das halten wir für eines der besten Empowerment- und Antirassismusprojekte überhaupt, die es geben kann.

Aktuell haben wir Projekte in der Elfenbeinküste und in Burundi (den Heimatländern der beiden Vorstände), aber wir denken weiter und wollen langfristig alle Länder der Afrikanischen und der Europäischen Union abdecken, in denen Menschen afrikanischer Herkunft leben.

Ich freue mich, von dir zu hören, wenn du die Informationen gelesen hast.

Panafrikanische Grüße

Urbain

-------------------------------------------------------

Lieber Bruder Urbain,

als Du mir damals diese Zeilen geschrieben hast, ahnte ich nicht, dass sie einmal zu einem Vermächtnis werden würden. Heute, nach Deinem Tod, lese ich Deine Worte anders. Nicht nur als Beschreibung eines Projekts oder einer Genossenschaft, sondern als Ausdruck einer Haltung zum Leben, zu Afrika und zur Menschheit.

Du gehörtest zu den Menschen, die sich geweigert haben, Afrika durch die Brille von Mangel, Defizit und Abhängigkeit zu betrachten. Während viele über Afrika sprachen, sprachst Du von Würde, Potenzial, Einheit und Verantwortung. Während andere Afrika als „Entwicklungsproblem“ behandelten, verstanden Du und Deine Mitstreiter:innen den Kontinent als Ursprung der Menschheit und als unverzichtbaren Schlüssel für eine gerechtere Weltordnung.

Dein Satz „Africa Unity, World Prosperity“ war kein Marketing-Slogan. Er war Ausdruck einer tiefen panafrikanischen Überzeugung: dass die Zukunft Afrikas nicht von permanenter Anpassung an fremde Interessen abhängen darf, sondern von Selbstbestimmung, Solidarität und gemeinschaftlichem Wirtschaften. In einer Zeit, in der neoliberale Konkurrenz, Extraktivismus und geopolitischer Egoismus dominieren, hast Du an einer anderen Vision festgehalten – an einer Ökonomie des Gemeinwohls.

Besonders beeindruckend war Deine Fähigkeit, panafrikanisches Denken mit konkretem Handeln zu verbinden. Viele reden über Empowerment. Du wolltest Strukturen schaffen: Genossenschaften, solidarische Investitionen, Bildungsangebote, gemeinschaftliche Plattformen. Du warst überzeugt davon, dass wirtschaftliche Teilhabe ein zentraler Bestandteil von Würde ist – und dass afrikanische Menschen und die afrikanische Diaspora ihre Zukunft nicht allein von staatlicher Politik oder internationaler Hilfe abhängig machen dürfen.

Dein Denken war dabei nie eng nationalistisch. Im Gegenteil: Dein Panafrikanismus war offen, humanistisch und universal. Wenn Du sagtest „Wir sind alle Afrikaner“, dann war das mehr als ein Verweis auf die Herkunft der Menschheit. Es war eine Einladung, die künstlichen Hierarchien zwischen Menschen zu überwinden und Afrika endlich mit Respekt zu begegnen – nicht als Objekt geopolitischer Interessen, sondern als gleichwürdiger Teil der Weltgemeinschaft.

Gerade deshalb war Deine Arbeit auch ein Beitrag gegen Rassismus. Nicht nur durch Kritik an Diskriminierung, sondern durch die praktische Schaffung von Räumen der Selbstermächtigung, der Kooperation und der Hoffnung. Du hast verstanden, dass Antirassismus mehr sein muss als moralische Appelle. Er braucht ökonomische Grundlagen, institutionelle Räume und das Vertrauen in die eigene Gestaltungskraft.

Heute, in einer Welt wachsender Polarisierung, neuer Blockbildungen und globaler Unsicherheiten, wirken viele Deiner Gedanken aktueller denn je. Die Frage nach wirtschaftlicher Souveränität, nach solidarischen Wirtschaftsformen, nach der Rolle der Diaspora und nach afrikanischer Einheit wird in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. Du hast diese Debatten nicht nur vorausgesehen – Du hast versucht, konkrete Antworten darauf zu entwickeln.

Dein Weg war geprägt von Idealismus, aber auch von Mut. Denn an eine solidarische Zukunft zu glauben, während die Welt sich zunehmend abschottet, ist kein naiver Optimismus. Es ist Widerstand.

Du hinterlässt nicht nur Erinnerungen, sondern Spuren: in Menschen, die Du inspiriert hast, in Ideen, die weitergetragen werden, und in Projekten, die über Deinen Tod hinaus Bestand haben können.

Möge Dein Engagement viele ermutigen, Afrika nicht länger als Rand der Welt zu betrachten, sondern als einen Ort von Würde, Kreativität und Zukunft.

Ruhe in Kraft, lieber Bruder.

Panafrikanische Grüße

Boniface

 

Aktuelles

Online Veranstaltung: Sambia

Mit dem Wahlsieg von Präsident Hakainde Hichilema im Jahr 2021 verbanden viele Menschen in Sambia und international große Hoffnungen auf demokratische Reformen, politische Öffnung und einen...

Lesen ...

President Netumbo Nandi-Ndaitwah: "Wir sind zu wenige, um arm zu sein”

Warum die Debatte um ein universelles Grundeinkommen aktueller ist denn je Von außen betrachtet gilt Namibia oft als eines der politisch stabilsten Länder Afrikas. Das südwestafrikanische Land...

Lesen ...

Simbabwes Lithium-Wende

Lithium ist zum strategischen Rohstoff des 21. Jahrhunderts geworden. Ohne Lithium keine Elektroautos, keine Batteriespeicher, keine groß angelegte Energiewende. Während Europa und Nordamerika ihre...

Lesen ...

Argumentationsleitfaden: Reparationen für den Genozid in Namibia?

Die Debatte über Reparationen für koloniales Unrecht gewinnt international an Bedeutung – auch im Umgang mit dem deutschen Völkermord an den Ovaherero und Nama sowie an Damara und San in der...

Lesen ...

Jahresbericht 2025 der WÖK erschienen

„Als Vorstand möchten wir einladen, dass Sie die WÖK in alle Munde bringen, damit die Kompetenzen abgefragt und eingebracht werden können und sie neue Unterstützer:innen bekommt. In Zeiten, in denen...

Lesen ...

Ein gutes Leben für ALLE – ein Format entwickelt sich

Viele Menschen können sich nicht konkret vorstellen, wie ein gutes Leben für ALLE – weder national und noch viel weniger global – möglich sein kann und funktionieren soll. Sofort fallen diesen...

Lesen ...

Presse-Echo: Proteste in Namibia und Berlin

Zeitgleich zu einer Menschenkette auf Shark Island in Namibia demonstrierten wir am 11. April in Berlin in Solidarität mit den betroffenen Gemeinschaften. Als Teil des Bündnisses „Völkermord...

Lesen ...

Save the date - Afrika neu Denken 2026

Völkerrecht am Ende? Afrikanische Perspektiven für eine Zukunft jenseits des Imperialismus Kriege, wirtschaftlicher Druck und das brüchig werdende Völkerrecht prägen unsere Gegenwart. Während...

Lesen ...

Chinas Offensive gegenüber Afrika in Zeiten globaler Unsicherheiten

Am 1. Mai 2026 trat die von Chinas Präsident Xi Jinping bereits im Februar angekündigte Zollfreiheit für 53 der 55 afrikanischen Staaten in Kraft. Die Maßnahme erfolgt in einem Kontext wachsender...

Lesen ...

„Damit Ordnung im Elternhaus der Menschheit herrscht“. Hommage an Dr. Urbain N´dakon

Am 5. Januar 2026 verstarb Dr. Urbain N’dakon. Er war promovierter Germanist, Qualitätsmanager und Vorstand der Genossenschaft MacoopA (Maat-Afrika). Viele kannten ihn als Brückenbauer zwischen Côte...

Lesen ...

Die WÖK/KASA startet eine Petition gegen das NGO-Gesetz in Angola

„Nein zum NGO-Gesetz in Angola – Schutz für Zivilgesellschaft und Menschenrechte“, so heißt die von der WÖK/KASA gestartete Petition gegen das NGO-Gesetz in Angola. Begründet wird das Gesetz mit der...

Lesen ...

Endlich online: Das Netzwerk Rohstoffgerechtigkeit mit eigener Webseite

Ab sofort ist das Netzwerk Rohstoffgerechtigkeit Baden-Württemberg erstmals unter rohstoffgerecht.de mit einer eigenen Webseite vertreten. Als Werkstatt Ökonomie koordinieren wir das Büdnis mit, in...

Lesen ...

Aktiv werden fürs Lieferkettengesetz: E-Mails an die Politik

Das deutsche Lieferkettengesetz wirkt gegen Ausbeutung und Umweltzerstörung. Das zeigen mittlerweile viele Beispiele. Dennoch wird in der Bundesregierung nun auch auf deutscher Ebene dessen...

Lesen ...

Pressemitteilung: Die Energiewende gerecht gestalten!

Pressemitteilung I Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V. (DEAB) und NaturFreunde Baden-Württemberg e.V.  Die Energiewende gerecht gestalten! Zukünfte dekolonisieren: Keine...

Lesen ...

Shrinking Space auch in Sambia?

Als Hakainde Hichilema im August 2021 die Präsidentschaftswahlen in Sambia gewann, galt dies weit über die Landesgrenzen hinaus als demokratischer Hoffnungsmoment. Nach Jahren wachsender Repression...

Lesen ...

Wiederkehrendes Muster: Xenophobie in Südafrika

Die jüngsten xenophoben Angriffe in Südafrika erscheinen häufig als spontane Eskalationen, doch empirische Daten zeigen, dass sie auf tief verankerten gesellschaftlichen Einstellungen beruhen. Am...

Lesen ...

Gerechtigkeit für Marikana – mit dem Lieferkettengesetz?

Hybride Diskussionsveranstaltung am 29. April 2026 mit zwei Aktivisten aus Südafrika Wie kann transnationale Solidarität und Zusammenarbeit entlang der Lieferketten in Zeiten eskalierender Krisen...

Lesen ...

Jetzt anmelden zur Tagung: Zukünfte dekolonisieren – Kritische Blicke auf "grüne" Technologien"

Meldet euch noch schnell zu unserer Tagung an, kommt vorbei und diskutiert mit uns! Stell dir vor: Die Energiewende ist in vollem Gange – aber nicht alle profitieren gleich davon. Für „grüne...

Lesen ...

Papst kritisiert Ausbeutung Angolas – und nimmt Eliten in die Pflicht

 „Mächtige Interessen greifen nach den materiellen Reichtümern Angolas. Wie viel Leid, wie viele Tote, wie viele soziale und ökologische Verwüstungen sind die Folge dieser ausbeuterischen...

Lesen ...

Angola kriminalisiert Zivilgesellschaft – unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung

KASA richtet Stellungnahmen an FATF EU Task Force und UN-Sonderberichterstatterinnen Mit dem neuen NGO-Gesetz verschärft die angolanische Regierung ihren Kurs gegenüber unabhängiger...

Lesen ...

Demo-Aufruf: Hände weg von Shark Island – Reparationen statt Rohstoff-Rausch

Ein geplanter Hafenausbau rund um Shark Island in Namibia bedroht einen zentralen Erinnerungsort an den deutschen Kolonialgenozid an den Ovaherero und Nama. Während Betroffene am 11. April in...

Lesen ...

Der Hafen als politischer Ort


Lesen ...

Das leere „Paket“ einer blockierten Welthandelsordnung

MC14 in Yaoundé Die Welthandelsorganisation (WTO) befindet sich seit Jahren im Krisenmodus. Ihr wurde wiederholt das baldige Ende vorausgesagt, und tatsächlich hat sie deutlich an politischem...

Lesen ...

Nachhaltiger Handel oder Fortsetzung extraktiver Muster?

MC14 in Yaoundé:  Auch in Yaoundé findet am Rande der Ministerialkonferenz 2026 der WTO ein Trade and Sustainability Hub 2026 statt. Dieser wird seit mehreren Jahren parallel zu den...

Lesen ...

Anspruch und Wirklichkeit: Die Eröffnung der WTO-Ministerkonferenz MC14 in Yaoundé

Am 26. März fand im Palais des Congrès in Yaoundé, der Hauptstadt Kameruns, die Eröffnung der 14. Ministerialkonferenz (MC14) der Welthandelsorganisation (WTO) statt. In den Eröffnungsreden gingen...

Lesen ...

Zwischen Wettbewerb und Multilateralismus: Herausforderungen der WTO-Ministerkonferenz MC14

 Heute, am 26. April, beginnt offiziell die 14. Ministerialkonferenz (MC14) der Welthandelsorganisation (WTO). Im Vorfeld hat eine Gruppe zivilgesellschaftlicher Organisationen, darunter Brot...

Lesen ...

Südafrikas späte Suche nach Gerechtigkeit: Die Untersuchungskommission zu blockierten Apartheid-Verfahren

Mehr als drei Jahrzehnte nach dem Ende der Apartheid steht Südafrika erneut vor einer grundlegenden Frage seiner demokratischen Selbstvergewisserung: Warum wurden zahlreiche schwere Verbrechen aus...

Lesen ...

WTO am Scheideweg: Nur Gerechtigkeit kann den Welthandel aus der Krise führen

Die 14. Ministerielle Konferenz der Welthandelsorganisation (MC14), die vom 26. bis 29. März 2026 in Yaoundé, Kamerun, stattfindet, fällt in eine Phase tiefgreifender Umbrüche im globalen...

Lesen ...

Fairtrade und die Realität auf Südafrikas Weinfarmen

Hoffnung auf Gerechtigkeit durch Fairtrade Fairtrade gilt für viele Konsument:innen als Garant für gerechte Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung. Besonders im globalen Weinhandel spielt Südafrika...

Lesen ...

Angola zwischen Aufbruch und Repression: Rohstoffreichtum, soziale Spannungen und der schwierige Weg in die Zukunft

Von außen betrachtet erscheint Angola als ein Land mit enormem Potenzial. Reich an natürlichen Ressourcen, strategisch gelegen und zunehmend eingebunden in globale Energie- und Handelsnetzwerke,...

Lesen ...

Zwischen Befreiungsmythos und verdrängtem Massenmord: Namibia und Simbabwe im Streit um Erinnerung und Gerechtigkeit

Simbabwe und Namibia im Vergleich Die Debatten um Genozid, Gewalt und historische Verantwortung verlaufen im südlichen Afrika nicht entlang einfacher Opfer-Täter-Schablonen. Wer Namibia und...

Lesen ...

Wen Kümmerts?


Lesen ...

Neuerscheinung: Zollbruchstellen im System

Für eine gerechte, inklusive und nachhaltige globale Handelspolitik über die WTO hinaus. Die aktuelle Handelspolitik zeigt den Verfall der „regelbasierten“ Ordnung: Seit Trumps zweiter Amtszeit...

Lesen ...

Alles wird kommen – nur wann? Die State of the Nation Address 2026 in Südafrika im Realitätscheck

Das KASA-Team besuchte Kapstadt in einer politisch hoch verdichteten Woche. Bereits bei der Ankunft am Flughafen wurde deutlich, dass die Stadt unter Ausnahmezustand stand: Parallel zur „Investing...

Lesen ...

Auf der Suche nach neuer strategischer Klarheit: Die Alternative Mining Indaba 2026

Ein KASA-Team nahm vom 9. bis 11. Februar 2026 an der Alternative Mining Indaba (AMI) in Kapstadt teil. Die Veranstaltung fand in der St. George’s Cathedral statt. Die diesjährige Ausgabe stand...

Lesen ...

Angola sagt Danke: Wie neue Gesetze den zivilgesellschaftlichen Raum verengen

Die angolanische Regierung treibt derzeit eine Reihe von Gesetzesinitiativen voran, die den Handlungsspielraum zivilgesellschaftlicher Organisationen erheblich einschränken könnten. Angola steht...

Lesen ...

Wie man sich (nicht) entschuldigt

Deutschlands Umgang mit dem Völkermord an den Ovaherero und Nama zeigt, wie Entschuldigungen und Wiedergutmachung nicht funktionieren. In der heute erschienenen Publikation „Wie man sich (nicht)...

Lesen ...

Wandgemälde in Bulawayo zu Gukurahundi

Matabeleland, Simbabwe: Wird das Schweigen jetzt endlich gebrochen?

Länger als 40 Jahre lang herrschte Redeverbot über die Gräuel des Gukurahundi, welche die Regierung von Robert Mugabe in den 1980er Jahren im Südwesten von Zimbabwe zu verantworten hatte. Jetzt...

Lesen ...

Rost im Sand

Kolonialnostalgie in Namibia und die blinden Flecken deutscher Erinnerung Wer durch Swakopmund spaziert, könnte für einen Moment glauben, er sei in einem architektonisch leicht verrutschten...

Lesen ...

Wirtschaftswende-Konferenz 2027 – Einladung zum Mitgestalten

Kriege, Klimakrise, soziale Ungleichheit und eine immer lautere „Wirtschaft first“-Rhetorik zeigen: Unser Wirtschaftssystem steht unter massivem Druck – und mit ihm Demokratie, Menschenrechte und...

Lesen ...

Rohstoffwende jetzt: Petition teilen & unterstützen

Der hohe Rohstoffverbrauch in Baden-Württemberg hat massive soziale, ökologische und menschenrechtliche Folgen, vor allem in den Abbauländern des Globalen Südens. Die gravierenden Auswirkungen zeigt...

Lesen ...

Elternzeitvertretung mit Perspektive – Projektstelle Namibia

Wir suchen ab dem 1. Juni 2026 eine engagierte Elternzeitvertretung (100%) zur Mitarbeit an der Aufarbeitung der deutschen Kolonialvergangenheit mit Schwerpunkt Namibia. Dienstsitz ist Heidelberg....

Lesen ...

District Six – 60 Jahre Zwangsumsiedlung

Erinnerung, Rückgabeversprechen und die Kämpfe der Gegenwart Sechzig Jahre nach der formellen Erklärung von District Six zum „White Group Area“ durch das Apartheidregime ist das Viertel in Kapstadt...

Lesen ...

Neue Studie veröffentlicht: Rohstoffwende in Baden-Württemberg

3,2 Tonnen pro Person – so hoch ist der jährliche Metallverbrauch in Baden-Württemberg. Damit liegt er mehr als doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Gleichzeitig werden im Land selbst keine...

Lesen ...

„Grüne Zukunft, koloniale Schatten – Das Wasserstoffprojekt im Kontext des deutschen Kolonialerbes in Namibia“

In einem kürzlich erschienen Fachartikel zeigen Boniface Mabanza und Marita Wagner auf, dass das grüne Wasserstoffprojekt in Namibia nicht losgelöst von kolonialer Geschichte verstanden werden kann....

Lesen ...

Demo am Tag vor der Landtagswahl – Aufstand für Anstand

  Die WÖK hat das Manifest Heidelberger Bündnis „Kein Schritt nach Rechts“ unterzeichnet und ist im AK Bildung des Bündnisses aktiv. Wir unterstützen den Aufruf...

Lesen ...

Wir machen uns auf den Weg

Ausgangslage Das Projekt „Gesellschaft zusammenbringen“ setzt bei der Frage nach den Ursachen der gesellschaftlichen Spaltung und Ungleichheit an. Als Hauptursache sehen wir wirtschaftliche...

Lesen ...

Unsere Projekte 2026 – Ihre Spende

Was lange selbstverständlich schien – ein lebendiger zivilgesellschaftlicher Raum, kritische Stimmen, Räume für Debatte – gerät zunehmend unter Druck. Und während die Herausforderungen wachsen,...

Lesen ...

Spendenaufruf: Hände weg von Shark Island – Genozid-Gedenken in Namibia unterstützen

Im Konzentrationslager auf Shark Island starben während des deutschen Genozids Tausende Ovaherero & Nama. Heute ist der Ort durch den Hafenausbau für Wasserstoffexporte nach Deutschland...

Lesen ...

Die Wohlfühlrhetorik täuscht: Was der AU–EU-Gipfel wirklich zeigt

Am 25. November ging in Luanda der zweitägige AU–EU-Gipfel zu Ende. Wie üblich bei solchen Treffen bekräftigten die Verantwortlichen beider Kontinente ihr Engagement zur Stärkung ihrer langfristigen...

Lesen ...

Veranstaltungen

Koloniale Geschichtsbilder
Narrative und Perspektiven. Vortrag zur Ausstellung im MARCHIVUM
17. Juni 18.00 Uhr ,

Weilheimer Glaubensfragen 2026
08. Juli 19.30 Uhr , Pfarrei St. Pölten, Unterer Graben 48, 82362, Weilheim

Sambia vor den Wahlen 2026: Demokratie, shrinking civic space und politische Spannungen
09. Juli 17.00 Uhr - 09. Juli 2026 19.00 Uhr, online

Rein in die solidarische Zukunft. Globale Ungleichheit, kapitalistische Hegemonie und demokratische Alternativen
12. Juli 11.15 Uhr , Neuer Saal, Waldorfschule Frankfurt.

Colonial Wars, Racial Hierarchies and Mobility in the 21st Century
Symposium
17. Sep. 09.00 Uhr - 17. Sep. 2026 16.00 Uhr, Hybrid, Mytilene (Lesvos, Greece)

Jetzt erst recht gerecht! Allianzen stärken für globale (Schulden-)Gerechtigkeit
06. Nov. 00.00 Uhr , Jugendherberge Heidelberg

Unsere Netzwerke und Unterstützer

  • eine-welt-promotorinnen-programm.png
  • ems.jpg
  • allianz_rechtssicherheit.png
  • berliner_missionswerk.png
  • evang_kirche_in_heidelberg.png
  • bistum_limburg.jpg
  • Buendnis_Voelkermord.png
  • evang_kirche_in_hessen_und_nassau.png
  • BrotFuerDieWelt.jpg
  • plough_back_the_fruits.png
  • ewz_heidelberg.png
  • cora-netzwerk.png
  • elm.jpg
  • misereor.jpg
  • gossner_mission.png
  • erlassjahr.png
  • evang_kirche_in_baden.jpg
  • VEM.png
  • kda_baden_mit_ekiba.png
  • zimbabwe_europe_network.png
  • forum_menschenrechte.png
  • attac.png
  • netzwerk_geldkompass.png
  • evang_kirchenkreis_dortmund.jpg
  • deab.png
  • csm_FH_mSlogan_RGB_23d44b3954.jpg
  • Bistum_Mainz.jpg
  • evang-methodistische_kirche.png
  • RohstoffGerecht.png
  • dachverband_kritische_aktionaere.png
  • bonhoeffer-gemeinde_hd.jpg
  • fair_toys_organisation.png
  • initiative_transparente_zivilgesellschaft.png