Terminkalender
Sambia gilt seit langem als eines der politisch stabileren Länder Afrikas. Bei den Präsidentschaftswahlen vom 13. August 2026 wurde der seit 2021 regierende Präsident Hakainde Hichilema für eine zweite Amtszeit bestätigt. Er steht damit vor der Aufgabe, ein Land durch eine entscheidende Phase seiner wirtschaftlichen und politischen Entwicklung zu führen. Die Wahl selbst war von Spannungen und Kontroversen begleitet; Fragen nach der Qualität des demokratischen Wettbewerbs und der politischen Entwicklung Sambias bleiben damit aktuell.
Gleichzeitig rückt Sambia aufgrund seiner großen Kupfervorkommen und anderer kritischer Rohstoffe zunehmend ins Zentrum internationaler Aufmerksamkeit. Die steigende Nachfrage nach Kupfer für die Energiewende, Digitalisierung und Infrastruktur macht das Land zu einem wichtigen Akteur im Rahmen globaler Wertschöpfungsketten. Klimawandel, hohe Verschuldung, soziale Ungleichheit und der wachsende Wettbewerb um Afrikas Rohstoffe prägen die wirtschaftlichen und politischen Handlungsspielräume des Landes.
Für Sambia eröffnet diese neue geopolitische Aufmerksamkeit Chancen – etwa für Investitionen, Infrastruktur, Arbeitsplätze und eine stärkere regionale und internationale Position. Sie birgt aber auch Risiken: Die Stabilisierung von Rohstoffabhängigkeit ohne lokale Wertschöpfung, die Verschlimmerung der Verschuldung, der Umweltbelastungen und der sozialen Ungleichheiten.
Wir laden Sie herzlich ein, gemeinsam aktuelle Entwicklungen in Sambia einzuordnen und darüber zu diskutieren, welche Perspektiven sich daraus für eine gerechte Entwicklung in Sambia, für Afrika und für die Beziehungen zu Europa ergeben.
Referent:innen
Harry Kamboni, Parlamentarier der Regierungspartei United Party for National Development (UPND), Sambia
Dr. Boniface Mabanza Bambu, Werkstatt Ökonomie/KASA
Careen Samatemba, Studentin an der Berlin School of Economics and Law
Videostatements von Jimmy Maliseni (ACA, Sambia) und Mable Sichali (United Church of Zambia)
Veranstaltet von
Werkstatt Ökonomie/KASA, Africa Positive, Welthaus Dortmund, Evangelischer Kirchenkreis Dortmund, Eine Welt Promotorin


