WTO am Scheideweg: Nur Gerechtigkeit kann den Welthandel aus der Krise führen

Die 14. Ministerielle Konferenz der Welthandelsorganisation (MC14), die vom 26. bis 29. März 2026 in Yaoundé, Kamerun, stattfindet, fällt in eine Phase tiefgreifender Umbrüche im globalen Handelssystem. Geopolitische Machtverschiebungen, wirtschaftliche Unsicherheit und eine zunehmende Abkehr von multilateralen Regeln verschärfen eine Krise, die die WTO seit mehr als zwei Jahrzehnten begleitet. Ihre politische Relevanz steht auf dem Spiel.

Während die USA offen auf Machtpolitik setzen, Zölle als Druckmittel einsetzen und ihren Binnenmarkt abschotten, verfolgt die Europäische Union eine andere, aber nicht minder problematische Strategie: Sie umgeht multilaterale Aushandlungsprozesse, indem sie ihre handelspolitischen Interessen zunehmend über bilaterale und plurilaterale Abkommen durchsetzt, die über den WTO-Rahmen hinausgehen. Schwellenländer wie China können sich aufgrund ihrer Marktgröße und wirtschaftlichen Stärke in diesem Umfeld behaupten. Für die große Mehrheit der Länder des Globalen Südens hingegen bleibt die seit Jahrzehnten erhobene Forderung nach einer fairen, inklusiven und entwicklungsorientierten Welthandelsordnung dringlicher denn je.

Die strukturellen Ursachen der WTO-Krise

Im Zentrum der Debatten rund um die MC14 steht die Frage, ob die WTO in der Lage ist, ein Handelssystem zu schaffen, in dem es nicht länger Regelgestalter auf der einen und Regelnehmer auf der anderen Seite gibt, sondern gleichberechtigte Handelspartner. Ein solches System müsste anerkennen, dass Handelsregeln nur dann legitim und wirksam sind, wenn sie die tiefen Asymmetrien in Macht, Wirtschaftskraft und Entwicklungsstand berücksichtigen.

Die Prioritäten der Afrika-Gruppe in der WTO und der Afrikanischen Union machen diesen Reformbedarf deutlich. Dazu zählen insbesondere:

  • eine dauerhafte Lösung für die öffentliche Lagerhaltung zur Sicherung der Ernährungssicherheit,
  • ein besonderer Schutzmechanismus für Entwicklungsländer,
  • verbindliche Regeln zur Begrenzung handelsverzerrender inländischer Subventionen,
  • eine wirksame besondere und differenzierte Behandlung,
  • die Wiederherstellung eines funktionsfähigen Streitbeilegungssystems,
  • entwicklungsorientierte Regeln für den digitalen Handel sowie
  • eine grundlegende institutionelle Reform der WTO.

Diese Themen stehen seit Jahren – teils seit Jahrzehnten – auf der Agenda. Dass sie bis heute ungelöst sind, verweist auf ein Kernproblem der WTO: Die Versprechen des Freihandels – Investitionen, Industrialisierung, Beschäftigung und Wohlstandsgewinne – haben sich nur unter Bedingungen annähernd gleichberechtigter Handelspartner erfüllt. Wo Märkte zwischen strukturell ungleichen Ländern voreilig und umfassend geöffnet wurden, hat Freihandel bestehende Ungleichgewichte vertieft, wirtschaftliche Strukturen geschwächt und Entwicklungschancen untergraben.

Genau diese Erfahrung prägt die Perspektive vieler sogenannter Entwicklungsländer. Zahlreiche Staaten, die bei der Gründung der WTO primär Rohstoffe exportierten, tun dies drei Jahrzehnte später noch immer. Andere haben im Zuge der Liberalisierung ihre industriellen Kerne verloren. Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass Länder des Globalen Südens Initiativen der reichen WTO-Mitglieder zunehmend blockieren – nicht aus Reformunwillen, sondern aus berechtigtem Selbstschutz. Die Antwort der Industrieländer bestand jedoch nicht in einer Kurskorrektur, sondern in der systematischen Verlagerung ihrer Handelsagenda in bilaterale Abkommen.

Die EU untergräbt den Multilateralismus

Die Bundesregierung und die Europäische Union rechtfertigen diese Politik mit dem Verweis auf ein angebliches Bekenntnis zu einem regelbasierten Handelssystem. Tatsächlich ist diese Argumentation heuchlerisch. Die massive Ausweitung bilateraler Freihandelsabkommen hat entscheidend zur Schwächung des multilateralen Rahmens beigetragen – lange vor der Trump-Ära.

Besonders problematisch sind die Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPAs) mit afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten. Sie leiden an einem grundlegenden Konstruktionsfehler: Sie bringen hochgradig ungleiche Handelspartner zusammen, behandeln sie jedoch – trotz formaler Flexibilitäten – weitgehend nach dem Prinzip der Gleichbehandlung gemäß Artikel XXIV des GATT. Damit zementieren sie strukturelle Ungleichheiten, statt sie abzubauen. Ihre potenziellen und realen entwicklungspolitischen Auswirkungen sind vielfach negativ und in einigen Fällen verheerend.

Die Kritik an der undifferenzierten Anwendung zentraler WTO-Prinzipien wie Meistbegünstigung, Nichtdiskriminierung und Reziprozität ist daher untrennbar mit der Kritik an EPAs und anderen aus diesen Prinzipien abgeleiteten bilateralen Abkommen verbunden. Hinzu kommt, dass Länder des Globalen Südens in bilateralen Verhandlungen isoliert agieren und der wirtschaftlichen und politischen Übermacht der EU deutlich stärker ausgeliefert sind als im multilateralen Rahmen.

MC14: Mehr als die Rückkehr zur alten Normalität

Für die afrikanischen Länder ist die MC14 von besonderer Bedeutung – nicht nur, weil zum zweiten Mal eine WTO-Ministerkonferenz auf dem afrikanischen Kontinent stattfindet, sondern vor allem, weil sie die Chance bietet, die grundlegende Krise der WTO offen zu adressieren. Es geht dabei nicht um eine Rückkehr zu einer vermeintlichen Normalität vor den Zollkriegen der Trump-Administration. Diese „Normalität“ war bereits von tiefen Ungerechtigkeiten geprägt, die von Beginn an in der Architektur des Welthandelssystems angelegt waren.

Die MC14 muss daher den Ausgangspunkt für einen echten Neuanfang bilden: für ein multilaterales Handelssystem, das Gerechtigkeit, Entwicklungsbedürfnisse und politische Handlungsspielräume ins Zentrum stellt. Die Bundesregierung und die Europäische Union stehen vor einer klaren Entscheidung: Entweder sie bekennen sich glaubwürdig zu einem reformierten, gerechten Multilateralismus – oder sie verstecken sich hinter den Verwerfungen des Trumpismus, um ein Handelssystem zu verteidigen, dessen Krise sich weiter zuspitzen wird.

Aktuelles zu Handelspolitik

Der Hafen als politischer Ort


Lesen ...

Das leere „Paket“ einer blockierten Welthandelsordnung

MC14 in Yaoundé Die Welthandelsorganisation (WTO) befindet sich seit Jahren im Krisenmodus. Ihr wurde wiederholt das baldige Ende vorausgesagt, und tatsächlich hat sie deutlich an politischem...

Lesen ...

Nachhaltiger Handel oder Fortsetzung extraktiver Muster?

MC14 in Yaoundé:  Auch in Yaoundé findet am Rande der Ministerialkonferenz 2026 der WTO ein Trade and Sustainability Hub 2026 statt. Dieser wird seit mehreren Jahren parallel zu den...

Lesen ...

Anspruch und Wirklichkeit: Die Eröffnung der WTO-Ministerkonferenz MC14 in Yaoundé

Am 26. März fand im Palais des Congrès in Yaoundé, der Hauptstadt Kameruns, die Eröffnung der 14. Ministerialkonferenz (MC14) der Welthandelsorganisation (WTO) statt. In den Eröffnungsreden gingen...

Lesen ...

Zwischen Wettbewerb und Multilateralismus: Herausforderungen der WTO-Ministerkonferenz MC14

 Heute, am 26. April, beginnt offiziell die 14. Ministerialkonferenz (MC14) der Welthandelsorganisation (WTO). Im Vorfeld hat eine Gruppe zivilgesellschaftlicher Organisationen, darunter Brot...

Lesen ...

WTO am Scheideweg: Nur Gerechtigkeit kann den Welthandel aus der Krise führen

Die 14. Ministerielle Konferenz der Welthandelsorganisation (MC14), die vom 26. bis 29. März 2026 in Yaoundé, Kamerun, stattfindet, fällt in eine Phase tiefgreifender Umbrüche im globalen...

Lesen ...

Fairtrade und die Realität auf Südafrikas Weinfarmen

Hoffnung auf Gerechtigkeit durch Fairtrade Fairtrade gilt für viele Konsument:innen als Garant für gerechte Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung. Besonders im globalen Weinhandel spielt Südafrika...

Lesen ...

Angola zwischen Aufbruch und Repression: Rohstoffreichtum, soziale Spannungen und der schwierige Weg in die Zukunft

Von außen betrachtet erscheint Angola als ein Land mit enormem Potenzial. Reich an natürlichen Ressourcen, strategisch gelegen und zunehmend eingebunden in globale Energie- und Handelsnetzwerke,...

Lesen ...

Neuerscheinung: Zollbruchstellen im System

Für eine gerechte, inklusive und nachhaltige globale Handelspolitik über die WTO hinaus. Die aktuelle Handelspolitik zeigt den Verfall der „regelbasierten“ Ordnung: Seit Trumps zweiter Amtszeit...

Lesen ...

Wirtschaftswende-Konferenz 2027 – Einladung zum Mitgestalten

Kriege, Klimakrise, soziale Ungleichheit und eine immer lautere „Wirtschaft first“-Rhetorik zeigen: Unser Wirtschaftssystem steht unter massivem Druck – und mit ihm Demokratie, Menschenrechte und...

Lesen ...

Die Wohlfühlrhetorik täuscht: Was der AU–EU-Gipfel wirklich zeigt

Am 25. November ging in Luanda der zweitägige AU–EU-Gipfel zu Ende. Wie üblich bei solchen Treffen bekräftigten die Verantwortlichen beider Kontinente ihr Engagement zur Stärkung ihrer langfristigen...

Lesen ...

AU-EU-Gipfel in Luanda: was ist zu erwarten?

Am 24. und 25. November findet in der angolanischen Hauptstadt Luanda der siebte EU-AU Gipfel statt, auf dem auch 25 Jahre formalisierte Partnerschaft zelebriert werden soll. Die Frage, die sich...

Lesen ...

AU-EU People´s Summit in Angola

Der 7. EU-Afrika Gipfel findet derzeit (24./25. 11.) In der angolanischen Hauptstadt Luanda statt. Dieser Gipfel soll die Partnerschaft zwischen den beiden Regionen in Bereichen Wirtschaft und...

Lesen ...

Ungleichheit bekämpfen am Epizentrum: Was Deutschland und die EU aus dem südlichen Afrika lernen müssen

Einleitung: Ungleichheit als globale Verantwortung Die neue Studie „Tackling Inequality at its Epicentre – Eastern and Southern Africa“, erstellt von Development Finance International, zeichnet ein...

Lesen ...

Rohstoffgerechtigkeit: Simbabwe im Lithiumrausch

Um es mit den Worten des Referenten Zacharia Grant auszudrücken: „Wir bedanken uns herzlich für die erfolgreiche Ausrichtung der gestrigen Veranstaltung. Besonders beeindruckt hat uns die...

Lesen ...

SADC People´s Summit auf Madagaskar

Der diesjährige Gipfel der Staats- und Regierungschef:innen der Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika (SADC) fand in diesem Jahr vom 16. bis 17. August auf Madagaskar statt. Gemäß den...

Lesen ...

Das Massaker von Marikana – auch 13 Jahre danach immer noch eine offene Wunde

Am 16. August 2025 jährt sich das Massaker von Marikana zum dreizehnten Mal. 34 Bergleute wurden an diesem Tag getötet, mindestens 78 verletzt und etwa 250 festgenommen. Das Massaker von Marikana...

Lesen ...

UN Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung in Sevilla

Die FfD4-Konferenz (Fourth International Conference on Financing for Development), auch bekannt als “Compromiso de Sevilla“ zielte wie ihre vorangegangenen Konferenzen in Monterrey (2002), Doha...

Lesen ...

Gesellschaft zusammenbringen - mit fairen Regeln

Um den Ansatz „Gesellschaft zusammenbringen“ erfolgreich auf lokaler Ebene beginnen und Veränderungen bewirken zu können, braucht es Partner:innen: Menschen in Organisationen, Unternehmen und...

Lesen ...

Grüne Wende – auf wessen Kosten?

Auswirkungen des Lithiumabbaus auf die lokale Bevölkerung in Simbabwe Eine aktuelle Studie und zwei Veranstaltungsankündigungen mit den Autor:innen der Studie in Basel und Stuttgart beleuchten die...

Lesen ...

Der Hafen als politischer Ort

Fahrradtour zu globalen Arbeitsrechten und Lieferketten nachdem wir am 1. Mai eine erste erfolgreiche Fahrradtour im Mannheimer Hafen durchführen konnten, hat uns der Verein...

Lesen ...

4. Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung in Sevilla (FFD4) - Tage 2 & 3

Am zweiten und dritten Tag standen auf dem offiziellen Programm der FFD4 in Sevilla sowohl „Multi-Stakeholder Round Tables“ als auch „Plenary Meetings“. Hier bestand die Möglichkeit, als Beobachter...

Lesen ...

4. Konferenz über Entwicklungsfinanzierung (FFD4) - Tag 1

Der erste Tag der FFD4 in Sevilla verlief, wie es bei solchen Megakonferenzen üblich ist: Die Eröffnungszeremonie bestand aus einer Reihe von Reden. Zu Wort kamen etwa der spanische König, der...

Lesen ...

4. Konferenz über Entwicklungsfinanzierung (FFD4)

An diesem Montag, dem 30. Juni 2025, beginnt in Sevilla/Spanien die 4. Internationale zur Entwicklungsfinanzierung, deren Abschluss für den 3. Juli geplant ist. Die internationale Konferenz zur...

Lesen ...

Agree to Disagree! Entwicklungszusammenarbeit: Wer hilft wem?

In Zeiten von Zerschlagung von Entwicklungsagenturen (Beispiel USAID) und Kürzungen der öffentlichen Entwicklungshilfe (ODA), besteht eine akute Gefahr, die Entwicklungszusammenarbeit nur noch gegen...

Lesen ...

Johannesburg als Symbol für koloniale Kontinuitäten

Trump und Afrika: Die Chance für resiliente Strukturen ergreifen

Die zweite Legislaturperiode von Donald Trump hat wie erwartet begonnen: mit großen Ankündigungen, aber auch mit großem Tatendrang. Es scheint, dass Trumps Administration in allen Bereichen ein...

Lesen ...

Fahrradtour durch den Mannheimer Hafen

Der 1. Mai als "internationaler Tag der Arbeit"  geht auf die Arbeiter:innenbewegung des späten 19. Jahrhunderts zurück. Am 1. Mai 1886 demonstrierten in den USA hunderttausende Arbeiter:innen...

Lesen ...

Radtour zum 1. Mai: Der Hafen als politischer Ort

Fahrradtour zu globalen Arbeitsrechten und Lieferketten Am Tag der Arbeit laden wir als Werkstatt Ökonomie zu einer besonderen Fahrradtour durch den Mannheimer Hafen ein. Gemeinsam wollen wir...

Lesen ...

Sozial-ökologischer Umbau – Ergebnisse 2023/24

Um einen nachhaltigen Lebensstil und um die globalen Entwicklungsziele (SDGs) erreichen zu können, sind grundlegende Veränderungen – ein sozial-ökologischer Umbau – notwendig. In den vergangenen...

Lesen ...

Gedenken auf Shark Island

Jedes Jahr am 12. April findet ein Gedenkmarsch der Nama von ǃNamiǂNûs (Lüderitz) nach Shark Island statt, um an die Greueltaten des ersten Völkermords des 20. Jahrhunderts zu erinnern -...

Lesen ...

Donald Trump und Südafrika: Die Botschaft einordnen

Wie jeder Populist stellt auch Donald Trump schnell fest, dass weder die internen Probleme der USA wie Inflation, hohe Nahrungsmittelpreise oder Wohnungskrise noch die externen - mit oder ohne...

Lesen ...

Ethische Wirtschaftsordnung und sozial-ökologischer Umbau - Rückblick 2024

In 2024 haben wir im Rahmen des Projekts „Den sozial-ökologischen Umbau lokal erproben – eine ethische Wirtschaftsordnung entwerfen“ 22 eigene Veranstaltungen, (z. B.s Workshop oder Vorträge)...

Lesen ...

Wirtschaftspolitik  neu denken: Schritte zur Dekolonisierung

So heißt das von Decolonize Berlin in Auftrag gegebene und von Fiona Faye und Aram Ziai verfasste Gutachten. Die beiden Autor:innen analysieren die kolonialen Kontinuitäten im Bereich der...

Lesen ...

Handelskonferenz in Nairobi, dritter Tag

Die Fachkonferenz “Reimagining THE RELEVANCE OF TRADE POLICY RESEARCH AND ADVOCACY ON THE AFRICA/EUROPEAN UNION TRADE RELATIONS BEYOND 2025” ging am 22.02.  in Nairobi zu Ende gegangen. Die...

Lesen ...

Zweiter Tag der Handelskonferenz in Nairobi

Die Konferenz “Reimagining THE RELEVANCE OF TRADE POLICY RESEARCH AND ADVOCACY ON THE AFRICA/EUROPEAN UNION TRADE RELATIONS BEYOND 2025” hat sich heute hauptsächlich mit drei Vorträgen...

Lesen ...

Reimagining THE RELEVANCE OF TRADE POLICY RESEARCH AND ADVOCACY ON THE AFRICA/EUROPEAN UNION TRADE RELATIONS BEYOND 2025

Zur Zeit findet in Nairobi Kenia eine dreitägige Fachtagung zum Thema „Reimagining the relevance of Trade Policy Research and Advocacy on the Africa/European Union Trade Relations beyond 2025”...

Lesen ...

Überlebenskünstler in Südafrikas Minen

Rund acht Millionen Menschen sind laut offizieller Statistik in Südafrika im sogenannten informellen Sektor beschäftigt[1] und nur etwas mehr als doppelt so viele (rund zehn Millionen) haben eine...

Lesen ...

Dekoloniale Berliner Konferenz: Arbeitsgruppe zu Wirtschaftsbeziehungen und grünem Kolonialismus

Vom 14. bis 17. 11. fand in Berlin das Dekoloniale Festival statt. Anlass war der 140. Jahrestag des Beginns der Berliner Konferenz (15.11.1884 – 26.02.1885), bei der die Prinzipien für die...

Lesen ...

Politik-Brief von Brot für die Welt zur Dekolonisierung

Anlässlich des 140. Jahrestages der Berliner Kolonialkonferenz, die vom 15. November 1884 bis zum 26. Februar 1885 stattfand, hat die Politikabteilung von Brot für die Welt einen...

Lesen ...

EPAS: 14. Verhandlungsrunde der EU mit der ESA5

Vom 30. September bis 4. Oktober 2024 trafen sich in Brüssel und per Videokonferenz Vertreter:innen der Europäischen Union (EU) und der fünf Staaten des östlichen und südlichen Afrikas (ESA5)...

Lesen ...

EU-Afrika Wirtschaftsbeziehungen in Zeiten geopolitischer Spannungen

Seit nun 22 Jahren dominiert immer wieder ein Thema die Auseinandersetzungen um die EU-Afrika Wirtschaftsbeziehungen: die Verhandlungen um die Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (WPA). Sie gingen...

Lesen ...

Zeichnung einer Person mit Lautsprecher, die sagt: "Wir brauchen eine ethische Wirtschaftsordnung! - Die GWÖ hat einen Ansatz dafür entwickelt."

Ethische Wirtschaftsordnung – eine erste Annäherung

Die Klimakatastrophen nehmen täglich zu und bisher gelingt es Politik und Gesellschaft nicht, notwendige und grundlegende Änderungen in Gang zu bringen. Mit dem Projekt „Den sozial-ökologischen...

Lesen ...

Kundgebung

Zum Abschluss des Projektes „Globale Partnerschaft für Entwicklung am Beispiel der Handelspolitik zwischen der EU und den Ländern Afrikas“

Vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2024 hat die KASA das Projekt „Globale Partnerschaft für Entwicklung am Beispiel der Handelspolitik zwischen der EU und den Ländern Afrikas“...

Lesen ...

Leinwand zu Veranstaltung  "Alternative Mining Indaba 2024"

Alternative Mining Indaba 2024 in Kapstadt

Eine wichtige Etappe der diesjährigen Dienstreise des KASA-Teams war die Teilnahme an der Alternative Mining Indaba (AMI) in Kapstadt vom 5. bis 8. Februar 2024. Aufgrund des dichten Programms in...

Lesen ...

Sambia im Würgegriff des Privatfinanzmarkts: Gefahren für die Demokratie und Handlungsspielräume

Am 25. März 2024 verkündete der sambische Präsident Hakainde Hichilema per X (ehemals Twitter) euphorisch, dass sein Land eine Einigung mit Privatkreditgebern gefunden habe, Besitzenden der...

Lesen ...

Logo der 13. WTO Ministerialkonferenz

Tag Fünf beim MC13

Ursprünglich sollte die Abschlußkonferenz der MC13 in Abu Dhabi gestern, 29.02. um 14 Uhr stattfinden. Sie wurde auf 18:00 verschoben, dann auf 23:59, auf den 01.03. um 14 Uhr und Stand 11 Uhr...

Lesen ...

Deckblatt der Studie zur sozialökologischen Transformation

Towards a socioecological transformation of the economy. An overview of concepts, approaches and practices.

Die von Misereor in Auftrag gegebene Studie zur sozialökologischen Transformation wurde nun freigegeben und steht der Öffentlichkeit zur Verfügung, nachdem sie bis jetzt nur für...

Lesen ...

Logo der 13. WTO Ministerialkonferenz

Start der 13. Ministerialkonferenz der Welthandelsorganisation in Abu Dhabi

Am Montag hat in Abu Dhabi die 13. Ministerialkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) begonnen. Boniface Mabanza ist für die Werkstatt Ökonomie als Zivilgesellschaftlicher Vetreter vor Ort und...

Lesen ...

Drei Podcaster bei der Aufnahme der Podcastfolge

Koloniale Kontinuitäten im internationalen Handel - Boniface Mabanza zu Gast beim Podcast "In der Wirtschaft"

Boniface Mabanza Bambu war im Podcast In der Wirtschaft zu Gast. In der Folge wird darüber gesprochen, welche Kolonialen Strukturen bis heute im Handel mit afrikanischen Ländern vorherrschen, welche...

Lesen ...

Zeichnung des Briefes: "Offener Brief - EU-Kenia Freihandelsabkommen: Zivilgesellschaftlicher Aufruf zur Nichtratifizierung"

EU-Kenia Freihandelsabkommen: Zivilgesellschaftlicher Aufruf zur Nichtratifizierung

Mitte Juni 2023 haben die EU und Kenia die Verhandlungen um ein Freihandelsabkommen abgeschlossen, welche das umstrittene Abkommen der EU mit der Ostafrikanischen Gemeinschaft um ein...

Lesen ...

Ethische Wirtschaftsordnung

Im Moment ist es so, dass unsere Wirtschaftsordnung, also unser Steuersystem, derzeitige Subventionen durch den Staat, Wirtschaftsgesetze und Verwaltungsvorschriften, sowohl die Unternehmen als auch die Konsument:innen dazu animieren, Produkte zu kaufen, die Mensch und Umwelt ausbeuten, weil sie günstiger sind als Produkte, die Fair und Bio sind.Es könnte aber auch genau andersherum sein: wir könnten unser Steuersystem ändern, Gesetze und Vorschriften erlassen, die uns einladen, mit Rohstoffen sparsam umzugehen, Produkte so zu bauen, dass sie reparierbar sind und am Ende die Rohstoffe leicht zu trennen sind und in eine Kreislaufwirtschaft münden. Die Einhaltung von Menschenrechten wäre uns wichtiger als Gewinnmaximierung und durch Genügsamkeit kommen wir zu einer höheren Lebensqualität. Das wäre dann eine ethische Wirtschaftsordnung.

Panafrikanische Freihandelszone (AfCFTA)

Noch gilt der binnenafrikanische Handel, auch unter Berücksichtigung des informellen Handels, als schwach. Dafür hat sich die Afrikanische Union vorgenommen, im Rahmen ihrer Agenda 2063 die Förderung einer Panafrikanischen Freihandelszone (AfCFTA) als das zentrale Projekt voranzutreiben. Durch Aufklärung und Advocacy will die WÖK einen Beitrag dazu leisten, dass auf dem afrikanischen Kontinent die handelspolitischen Handlungsspielräume für eine Gestaltung dieses Projektes im Sinne afrikanischer Interessen entstehen. Dafür ist eine Zurückhaltung der EU und ihrer Mitgliedstaaten notwendig.

Welthandelsorganisation (WTO)

Die Ministerialkonferenz als das höchste entscheidende Organ der WTO trifft sich mindestens alle zwei Jahre wird im Jahr 2026 zum zweiten Mal in Afrika stattfinden. Es wird die 14. Ministerialkonferenz sein (MC14). 2015 fand die MC10 in Nairobi (Kenia) statt. Wie bei den vergangenen Ministerialkonferenzen will sich die KASA in die Mobilisierung afrikanischer zivilgesellschaftlicher Organisationen für die Entwicklung gemeinsamer Positionen zu den zentralen Themen der WTO einbringen und Plattformen für einen Austausch mit Entscheidungsträger:innen aus der EU organisieren.

Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPAs)

Seit 2002 verhandeln afrikanische Regionen und/oder Länder die so genannten Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPAs), die die handelspolitischen Beziehungen mit der EU auf eine gegenseitige Basis stellen sollen. Kritiker:innen werfen der EU vor, eine Liberalisierungsagenda gegenüber den afrikanischen Ländern voranzutreiben, die deren Entwicklungschancen und Bestrebungen nach Regionalintegration beeinträchtigt. Die KASA engagiert sich mit zivilgesellschaftlichen Organisationen aus Afrika und aus der EU für gerechte EU-Afrika Handelsbeziehungen.

Materialien zur Handelspolitik

Zollbruchstellen im System - Für eine gerechte, inklusive und nachhaltige globale Handelspolitik über die WTO hinaus

Lesen ...

Den sozial-ökologischen Umbau lokal erproben – Einführung und Materialien

Lesen ...

Marikana
Ausstellung zu Marikana

Lesen ...

Projektflyer: Sozial-ökologischer Umbau

Lesen ...

Erste Seite des Newsletters
Newsletter Handelspolitik -2- (2024)

Lesen ...

Cover "Handelspolitik - Ideen für den Schulunterricht (ab Klassenstufe 10)"
Handelspolitik - Ideen für den Unterricht

Lesen ...

Erste Seite des Newletters
Newsletter Handelspolitik 1 (2024)

Lesen ...

Erste Seite des Newsletters
Newsletter Handelspolitik -2- (2023)

Lesen ...

Titelblatt Tagungsunterlagen "Geopolitical tensions, inflation, food and debt crisis - EU-Africa economic and trade relations in times of crisis"
Geopolitical tensions, inflation, food and debt crisis. EU–Africa economic and trade relations in times of crisis - Conference documentation 7 December 2022 in Berlin

Lesen ...

Angebote für Schulen mit Partnerschaften im Südlichen Afrika

Lesen ...