Grüne Wende – auf wessen Kosten?

Auswirkungen des Lithiumabbaus auf die lokale Bevölkerung in Simbabwe

Eine aktuelle Studie und zwei Veranstaltungsankündigungen mit den Autor:innen der Studie in Basel und Stuttgart beleuchten die Situation am Anfang der Lieferkette 

Lithium gehört seit einigen Jahren zu den gefragtesten Rohstoffen weltweit. Das silber-weiße Leichtmetall ist ein zentraler Bestandteil von Batterien in Elektroautos, Energiespeichern und elektronischen Geräten. Die fortschreitende Dekarbonisierung,  insbesondere der Übergang zu Elektroautos, lässt die Nachfrage in die Höhe schnellen. Zwischen 2016 und 2022 hat sich die globale Nachfrage nach Lithium bereits mehr als verdreifacht und für die kommenden Jahrzehnte wird mit einem steilen Anstieg gerechnet. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf ressourcenreiche Länder wie Simbabwe, das über die größten Lithiumreserven Afrikas und die fünftgrößten weltweit verfügt. Das Land erlebt derzeit einen regelrechten Lithiumboom, der weitreichende wirtschaftliche, politische, soziale und ökologische Konsequenzen nach sich zieht.

Eine Elektroautobatterie enthält im Durchschnitt 185 Kilogramm Metalle, darunter etwa sechs Kilogramm Lithium sowie weitere Rohstoffe wie Kobalt, Grafit, Mangan und Nickel. Diese Materialien werden weltweit abgebaut, wobei ihre Förderung oft auf bestimmte Regionen konzentriert ist. Regierungen und transnationale Bergbau- und Rohstoffunternehmen investieren gezielt in die Erschließung neuer Vorkommen, um an die gefragten Bodenschätze zu gelangen. Lithium ist damit zu einem strategischen Rohstoff geworden, der die Energiewende, die Digitalisierung und das Wirtschaftswachstum vorantreiben soll. Der Bergbau ist jedoch oft mit erheblichen Herausforderungen verbunden. Angesichts der zahlreichen Menschenrechtsverstöße, Umweltverschmutzungen und Korruptionsvorwürfe ist der Ansturm auf  Batterierohstoffe wie Lithium äußerst besorgniserregend. Für Elektroautohersteller birgt dies das Risiko, die Herausforderungen in ihren Lieferketten unzureichend anzugehen. Zivilgesellschaftliche Organisationen fordern daher wiederholt mehr Transparenz sowie Maßnahmen, die sowohl die Einhaltung der Menschenrechte in den Lieferketten sicherstellen als auch die sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen minimieren. Es werden zunehmend Forderungen nach einer fairen Energiewende laut, die nicht auf Kosten anderer erfolgt – insbesondere nicht auf Kosten der Rechte, Sicherheit und Lebensgrundlagen von Gemeinschaften in Ländern des Globalen Südens. 

Für Simbabwe ist Lithium – mit 1200 Tonnen im Jahr 2021 – das drittwichtigste  Exportmetall nach Gold und Platin. Laut einem Bericht der Zimbabwe Environmental Law Association (ZELA) gibt es derzeit etwa sieben Lithiumexplorations- und Förderungsstätten. Als Schlüsselakteur in der globalen Lithium-Wertschöpfungskette ist China nicht nur Hauptabnehmer des simbabwischen Lithiums, sondern auch größter Investor. Mindestens fünf der sieben Lithiumprojekte sind entweder teilweise oder vollständig in chinesischer Hand. Hauptabnehmer sind chinesische Weiterverarbeiter und Batterieproduzenten, die wiederum Autohersteller wie Tesla, BYD, BMW und Volkswagen sowie den Elektronikproduzenten LG beliefern. Neben großen Bergbauunternehmen generierten Kleinschürfer:innen ein Einkommen aus der Lithiumförderung, bis viele von ihnen durch Regierungsmaßnahmen und kommerzielle Projekte verdrängt wurden. Vielerorts hat der Lithiumabbau so zu lokalen Konflikten, Vertreibungen und Menschenrechtsverletzungen geführt. Der Abbau beeinträchtigt zudem die Umwelt, die Gesundheit und das soziale Gefüge der betroffenen Gemeinden. Trotz dieser Herausforderungen birgt die Lithiumindustrie auch Chancen für Simbabwe. Sie könnte durch die steigende Nachfrage wirtschaftliches Wachstum und Arbeitsplätze schaffen. Jedoch ist das Land derzeit nur begrenzt in die Weiterverarbeitung von Lithium und die globale Batterie-Lieferkette eingebunden – ein Potenzial, das noch weitgehend ungenutzt bleibt.

Lithiumbatterien gelten als unverzichtbar für die Energiewende von fossilen zu erneuerbaren Energien. Sie sind wichtig für eine Elektrifizierung des Transports und damit für eine Reduktion von CO²-Emissionen. Doch diese Energiewende bringt Herausforderungen mit sich: Soziale und ökologische Standards werden oft zugunsten wirtschaftlicher Interessen vernachlässigt. Die Kosten der Energiewende tragen häufig diejenigen, die am wenigsten davon profitieren und am wenigsten zur Klimaerwärmung beitragen. Ein Beispiel hierfür sind die drei Lithiumminen in Simbabwe, in deren Umfeld die Menschen unmittelbar unter den sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Folgen des Abbaus leiden. Obwohl Simbabwe über teilweise gute gesetzliche Regelungen verfügt, wurden diese in den Fallbeispielen [der Studie] oft missachtet. So wurden Vorgaben, unter welchen Bedingungen Umsiedlungen stattfinden dürfen, ebenso ignoriert wie arbeitsrechtliche Standards. Rechte von Frauen wurden dabei systematisch ignoriert. Zudem hat der Lithiumabbau soziale Spannungen verschärft und Kulturerbe bedroht. Diese Missstände unterstreichen die Notwendigkeit, die rechtlichen und institutionellen Rahmen in Simbabwe zu stärken, insbesondere wenn ein größerer Teil der Wertschöpfung direkt in Simbabwe bleiben soll, um langfristige wirtschaftliche Vorteile für das Land zu sichern. Europäische Unternehmen, insbesondere in der Automobil- und Elektronikbranche, tragen eine besondere Verantwortung. Sie müssen ihrer Sorgfaltspflicht nachkommen und sicherstellen, dass menschenrechtliche und umweltbezogene Standards in den Lieferketten eingehalten werden. Dazu gehört die Umsetzung von «Responsible Sourcing»-Strategien, der aktive Dialog mit Lieferanten und die Förderung transparenter Geschäftsmodelle.

Die EU hat erste Schritte unternommen, beispielsweise durch die EU-Batterieverordnung, die Sorgfaltspflichten entlang der Lieferkette fordert. Doch die Umsetzung und Kontrolle dieser Regelungen müssen rigoros erfolgen, um tatsächliche Veränderungen zu bewirken. Die europäischen Regierungen wollen ihre Abhängigkeit von chinesischen Lieferanten und Rohstoffproduzenten verringern. Das ist weit entfernt von der heutigen Realität, denn chinesische Rohstofflieferanten und Batterieproduzenten dominieren den Markt und zudem steigt der Verkauf von chinesischen E-Fahrzeugen in Europa. Somit steht auch die chinesische Regierung in der Pflicht: Sie muss rechtliche  Rahmenbedingungen schaffen, die ihre Unternehmen zur Einhaltung internationaler Standards verpflichten. Dies umfasst den Schutz von Arbeitsrechten, die Bekämpfung von Korruption und Maßnahmen gegen Umweltzerstörung. Chinesische Unternehmen müssen die simbabwischen Gesetze und internationale Standards einhalten. Die Solidarität der Zivilgesellschaft weltweit, insbesondere in Europa, mit den Aktivist:innen, die in einem politisch angespannten Umfeld oft Repressionen ausgesetzt sind, ist wichtig. Durch gezielte Unterstützung können sie lokale Gemeinschaften stärken, den Dialog fördern und Unternehmen sowie Regierungen zur Rechenschaft ziehen. Zivilgesellschaftlicher Druck kann entscheidend dazu beitragen, Transparenz zu schaffen, Arbeitsrechte zu stärken und Umweltschutz zu fördern, um eine gerechtere und nachhaltigere Rohstoffgewinnung zu ermöglichen.

Der steigende Absatz von Elektrofahrzeugen und Batterietechnologien vor allem im globalen Norden, hat direkte Auswirkungen auf die Gemeinschaften in Simbabwe und in anderen Abbaugebieten. Solange dabei die Grundrechte der betroffenen Menschen verletzt werden, kann von einer gerechten Energiewende keine Rede sein. Eine solche ist nur möglich, wenn Menschenrechte und Umweltschutz weltweit an erster Stelle stehen. Die Herausforderungen des Lithiumabbaus in Simbabwe zeigen, dass eine Transformation hin zu erneuerbaren Energien nicht auf Kosten derjenigen erfolgen darf, die bereits unter prekären sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen leben.

(Auszug aus der gleichnamigen Studie)

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Veranstaltungen zum Thema:

20.September 2025, Basel: Konferenz zum Lithiumabbau in Simbabwe

22. September 2025, Stuttgart: Vortragsabend

 

 

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Panafrikanische Freihandelszone (AfCFTA)

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Welthandelsorganisation (WTO)

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Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPAs)

Seit 2002 verhandeln afrikanische Regionen und/oder Länder die so genannten Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPAs), die die handelspolitischen Beziehungen mit der EU auf eine gegenseitige Basis stellen sollen. Kritiker:innen werfen der EU vor, eine Liberalisierungsagenda gegenüber den afrikanischen Ländern voranzutreiben, die deren Entwicklungschancen und Bestrebungen nach Regionalintegration beeinträchtigt. Die KASA engagiert sich mit zivilgesellschaftlichen Organisationen aus Afrika und aus der EU für gerechte EU-Afrika Handelsbeziehungen.

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Den sozial-ökologischen Umbau lokal erproben – Einführung und Materialien

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Cover "Handelspolitik - Ideen für den Schulunterricht (ab Klassenstufe 10)"
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