EU-Afrika Wirtschaftsbeziehungen in Zeiten geopolitischer Spannungen

Seit nun 22 Jahren dominiert immer wieder ein Thema die Auseinandersetzungen um die EU-Afrika Wirtschaftsbeziehungen: die Verhandlungen um die Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (WPA). Sie gingen durch verschiedene Krisen. Zwischendurch stand das Regelwerk sogar vor einem totalen Scheitern. Der Druck der EU durch die Isolierung der Mitteleinkommensländer Afrikas kombiniert mit politischen Veränderungen in einigen afrikanischen Ländern führte zum Abschluss einiger Interimsabkommen mit einzelnen Ländern und eines regionalen Abkommens mit der Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika (SADC). Kritisiert werden diese Abkommen, weil sie die Integration der einzelnen regionalen Blöcke und die Implementierung der Panafrikanische Freihandelszone (AfCFTA) gefährden. Die EU dagegen sieht in den EPAs eine Chance, Afrika in einem von geopolitischen Spannungen geprägten Kontext an sich zu binden. Diese Strategie ist jedoch gefährlich.

Rückblick auf die Dynamiken der EPA-Verhandlungen

Als im Jahr 2022 die Verhandlungen um die EPAs als Nachfolgeregelwerk für die angeblich mit den Regeln der Welthandelsorganisation inkompatibel gewordenen einseitigen Handelspräferenzen der EU für die ehemaligen Kolonien begannen, herrschte in Brüssel ein großer Optimismus. Deswegen auch der eng getaktete Verhandlungsplan: am 1. Januar 2008 sollten die EPAs auch für die afrikanischen Regionen in Kraft treten. In Wirklichkeit lassen die Regeln der WTO doch Handlungsspielraum für einseitige Handelspräferenzen, wenn diese auf objektiven Kriterien beruhen. Das Vorantreiben der EPAs ist nur mit der Liberalisierungsagenda der EU zu erklären, die dazu dienen soll, angesichts der Konkurrenz u.a. mit China die afrikanischen Länder und Regionen als Absatzmärkte und Rohstofflieferanten in der eigenen Einflusssphäre zu halten.

Als der Widerstand afrikanischer Länder und Regionen diesem Plan einen Strich durch die Rechnung zog, begann eine richtige Krisenzeit für die EPA-Verhandlungen. In den Jahren nach 2007 wusste niemand genau, ob und wie es mit den EPAs weitergeht. Diese Verhandlungskrise wurde gelöst, nicht indem inhaltliche Differenzen zwischen der EU und den afrikanischen Regionen behoben wurden, sondern indem die EU den Mitteleinkommensländern Afrikas in den verschiedenen EPA-Regionen drohte, ihnen die Handelspräferenzen zu entziehen, sollten sie innerhalb einer festgelegten Frist die EPAs nicht unterzeichnen und ratifizieren. In diesem Kontext kamen die Interimsabkommen mit den ESA-Staaten, mit Kamerun, Ghana und Côte d‘Ivoire sowie das regionale Abkommen mit der SADC-EPA-Gruppe zustande.

Nach diesem Schachzug wurde es ruhig um die EPAs, denn es entwickelte sich ein Ist-Zustand, mit dem die Hauptprotagonisten zufrieden zu sein schienen, ohne zufriedenstellend zu sein. Die EU blieb sehr weit unter dem eigenen Anspruch zurück, alle afrikanischen Regionen südlich der Sahara mit Handelsabkommen zu überziehen, denn bis auf das regionale Abkommen mit einem Teil der SADC, konnte sie nur durch Spaltung einzelne Länder dazu zwingen. Die verschiedenen afrikanischen Regionen sahen, wie der Flickenteppich unterschiedlicher Vereinbarungen, den die EU geschaffen hatte, ihre Bemühungen um regionale Integration erschwerte. Aber sie hatten es vorerst geschafft, die Ambitionen der EU zu bremsen.

In dieser Situation gerieten die EPAs wieder in eine Art Ruhezustand, dem ab 2019 ein Ende gesetzt wurde: einerseits mit der Aufnahme der Verhandlungen um ein umfassendes Abkommen mit der ESA-Region, andererseits mit dem Versuch, eine Lösung für das Kenia-Problem zu finden. Kenia ist ein Mitteleinkommensland genauso wie Ghana, Kamerun, Côte d‘Ivoire. Für diese Kategorie gilt die Initiative „Alles außer Waffen“ nicht, die den „Least developed Countries“ ermöglicht, alles außer Waffen und Munitionen zoll- und quotenfrei in die EU zu exportieren. Während Ghana, Côte d´Ivoire und Kamerun jeweils über ein eigenes Interimsabkommen mit der EU verfügten, um ihren Marktzugang zu behalten, konnte Kenia seinen präferentiellen Marktzugang zur EU nur durch einen juristischen Trick sichern können. Im Jahr 2016 unterschrieb und ratifizierte das Land das Abkommen der EU mit der Ostafrikanischen Gemeinschaft (EU-East African Community EPA) nur mit Rwanda. Da es sich um ein regionales Abkommen handelt, durfte es nur in Kraft treffen, wenn alle Mitglieder der EAC und die EU es unterzeichneten. Dies war in der EAC nicht der Fall, da Tansania, Uganda und Burundi bis heute die Unterzeichnung verweigern. Die EU bewertete Kenias isolierte Unterzeichnung und Ratifizierung als ausreichend für die Beibehaltung seines Marktzugangs. Anscheinend war dieses Konstrukt nicht lange haltbar und wurde seit letztem Jahr durch die Unterzeichnung des EU-Kenia-Abkommens auf eine neue Grundlage gestellt. Fast parallel zu den Verhandlungen um die Erweiterung des EAC-Abkommens um ein Nachhaltigkeitskapitel, um das hier skizzierte Konstrukt mit Kenia zu ermöglichen, begannen die Verhandlungen um ein umfassendes Abkommen mit der ESA, einer der besonderen afrikanischen Regionen, weil sie aus Ländern besteht, die miteinander keine Landesgrenze teilen. Es ist jene Region, mit der die EU das bisher weitreichendste Abkommen mit einem afrikanischen Land oder einer afrikanischen Region verhandelt. Die Verhandlungen dauern an, das Ende ist noch offen.

Ratifizierung der EPAs im Bundestag in Zeiten geopolitischer Spannungen

Im April hat das BMZ die Entwürfe für die Vertragsgesetze zur Ratifizierung der Interimsabkommen der EU mit Ghana, Côte d‘Ivoire, Kamerun sowie des regionalen Abkommens mit der Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika (SADC-EPA Gruppe) vorgelegt. Im gleichen Monat führte das BMZ die Konsultation mit den Ressorts, den Ländern und Verbänden durch. Die KASA beteiligte sich zusammen mit Brot für die Welt und Misereor an dieser Konsultation mit einer Stellungnahme, die demnächst in Kurzfassung als Publikation verfügbar sein wird. Im Anschluss an diesen Prozess wird das BMZ die Entwürfe dem Bundesrat und dem Bundestag zur weiteren Behandlung vorlegen. Der Ratifizierungsprozess soll im Herbst abgeschlossen werden. Die Ratifizierung an sich ändert nichts. Alle diese Abkommen sind seit ihrer Unterzeichnung provisorisch in Kraft. Dennoch enthalten sie als gemischte Abkommen Verpflichtungen, die nicht nur die Kompetenzen der EU, sondern auch die der Mitgliedsstaaten betreffen. Sie bedürfen einer Ratifizierung durch die Bundesrepublik Deutschland, damit diese Verpflichtungen in Kraft treten können. Die nun zur Ratifizierung stehenden Abkommen wurden vor mehreren Jahren unterzeichnet und werden provisorisch angewandt. Die Ratifizierung durch den Bundestag ändert nichts und es gibt noch mehrere EU-Länder, in denen diese noch nicht stattgefunden hat und daher aussteht. Interessant ist daher der Grund, warum in Deutschland dieser Schritt gerade jetzt vollzogen wird: Zu hören ist, dass die Bundesregierung und die EU in den EPAs eine Chance sehen, in einer von geopolitischen Spannungen geprägten Zeit zu demonstrieren, damit zuverlässige regelbasierte handelspolitische Beziehungen möglich sind. Die Ratifizierung im Bundestag soll das Signal senden, dass die Bundesregierung und die EU solche Beziehungen gestalten.

Diese Argumentation scheint mir wenig überzeugend. Ich würde sogar die Meinung vertreten, dass das Gegenteil der Fall sein sollte: Die aktuelle geopolitische Lage verlangt, von Initiativen Abstand zu nehmen, die den Eindruck erwecken, dass die ehemaligen Kolonialmächte in der EU auf die Konkurrenz in einer multipolaren Welt mit einer Verstärkung kolonialer Machtasymmetrien reagieren. Dafür stehen die Wirtschaftspartnerschaftsabkommen ganz exemplarisch. Politisch wirksamer wäre es gewesen, die neue Blockbildung als Chance zu nutzen, um Kolonialitäten zu überwinden und die EU-Afrika-Beziehungen in ein neues Kapitel zu überführen. Die Strategie der Verstärkung kolonialer Muster bringt das Risiko mit sich, die Konflikte afrikanischer Länder untereinander zu verschärfen. Davon kann nur die Konkurrenz der EU in Afrika profitieren.

Aktuelles zu Handelspolitik

Die Wohlfühlrhetorik täuscht: Was der AU–EU-Gipfel wirklich zeigt

Am 25. November ging in Luanda der zweitägige AU–EU-Gipfel zu Ende. Wie üblich bei solchen Treffen bekräftigten die Verantwortlichen beider Kontinente ihr Engagement zur Stärkung ihrer langfristigen...

Lesen ...

AU-EU-Gipfel in Luanda: was ist zu erwarten?

Am 24. und 25. November findet in der angolanischen Hauptstadt Luanda der siebte EU-AU Gipfel statt, auf dem auch 25 Jahre formalisierte Partnerschaft zelebriert werden soll. Die Frage, die sich...

Lesen ...

AU-EU People´s Summit in Angola

Der 7. EU-Afrika Gipfel findet derzeit (24./25. 11.) In der angolanischen Hauptstadt Luanda statt. Dieser Gipfel soll die Partnerschaft zwischen den beiden Regionen in Bereichen Wirtschaft und...

Lesen ...

Ungleichheit bekämpfen am Epizentrum: Was Deutschland und die EU aus dem südlichen Afrika lernen müssen

Einleitung: Ungleichheit als globale Verantwortung Die neue Studie „Tackling Inequality at its Epicentre – Eastern and Southern Africa“, erstellt von Development Finance International, zeichnet ein...

Lesen ...

Rohstoffgerechtigkeit: Simbabwe im Lithiumrausch

Um es mit den Worten des Referenten Zacharia Grant auszudrücken: „Wir bedanken uns herzlich für die erfolgreiche Ausrichtung der gestrigen Veranstaltung. Besonders beeindruckt hat uns die...

Lesen ...

SADC People´s Summit auf Madagaskar

Der diesjährige Gipfel der Staats- und Regierungschef:innen der Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika (SADC) fand in diesem Jahr vom 16. bis 17. August auf Madagaskar statt. Gemäß den...

Lesen ...

Das Massaker von Marikana – auch 13 Jahre danach immer noch eine offene Wunde

Am 16. August 2025 jährt sich das Massaker von Marikana zum dreizehnten Mal. 34 Bergleute wurden an diesem Tag getötet, mindestens 78 verletzt und etwa 250 festgenommen. Das Massaker von Marikana...

Lesen ...

UN Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung in Sevilla

Die FfD4-Konferenz (Fourth International Conference on Financing for Development), auch bekannt als “Compromiso de Sevilla“ zielte wie ihre vorangegangenen Konferenzen in Monterrey (2002), Doha...

Lesen ...

Gesellschaft zusammenbringen - mit fairen Regeln

Um den Ansatz „Gesellschaft zusammenbringen“ erfolgreich auf lokaler Ebene beginnen und Veränderungen bewirken zu können, braucht es Partner:innen: Menschen in Organisationen, Unternehmen und...

Lesen ...

Grüne Wende – auf wessen Kosten?

Auswirkungen des Lithiumabbaus auf die lokale Bevölkerung in Simbabwe Eine aktuelle Studie und zwei Veranstaltungsankündigungen mit den Autor:innen der Studie in Basel und Stuttgart beleuchten die...

Lesen ...

Der Hafen als politischer Ort

Fahrradtour zu globalen Arbeitsrechten und Lieferketten nachdem wir am 1. Mai eine erste erfolgreiche Fahrradtour im Mannheimer Hafen durchführen konnten, hat uns der Verein...

Lesen ...

4. Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung in Sevilla (FFD4) - Tage 2 & 3

Am zweiten und dritten Tag standen auf dem offiziellen Programm der FFD4 in Sevilla sowohl „Multi-Stakeholder Round Tables“ als auch „Plenary Meetings“. Hier bestand die Möglichkeit, als Beobachter...

Lesen ...

4. Konferenz über Entwicklungsfinanzierung (FFD4) - Tag 1

Der erste Tag der FFD4 in Sevilla verlief, wie es bei solchen Megakonferenzen üblich ist: Die Eröffnungszeremonie bestand aus einer Reihe von Reden. Zu Wort kamen etwa der spanische König, der...

Lesen ...

4. Konferenz über Entwicklungsfinanzierung (FFD4)

An diesem Montag, dem 30. Juni 2025, beginnt in Sevilla/Spanien die 4. Internationale zur Entwicklungsfinanzierung, deren Abschluss für den 3. Juli geplant ist. Die internationale Konferenz zur...

Lesen ...

Agree to Disagree! Entwicklungszusammenarbeit: Wer hilft wem?

In Zeiten von Zerschlagung von Entwicklungsagenturen (Beispiel USAID) und Kürzungen der öffentlichen Entwicklungshilfe (ODA), besteht eine akute Gefahr, die Entwicklungszusammenarbeit nur noch gegen...

Lesen ...

Johannesburg als Symbol für koloniale Kontinuitäten

Trump und Afrika: Die Chance für resiliente Strukturen ergreifen

Die zweite Legislaturperiode von Donald Trump hat wie erwartet begonnen: mit großen Ankündigungen, aber auch mit großem Tatendrang. Es scheint, dass Trumps Administration in allen Bereichen ein...

Lesen ...

Fahrradtour durch den Mannheimer Hafen

Der 1. Mai als "internationaler Tag der Arbeit"  geht auf die Arbeiter:innenbewegung des späten 19. Jahrhunderts zurück. Am 1. Mai 1886 demonstrierten in den USA hunderttausende Arbeiter:innen...

Lesen ...

Radtour zum 1. Mai: Der Hafen als politischer Ort

Fahrradtour zu globalen Arbeitsrechten und Lieferketten Am Tag der Arbeit laden wir als Werkstatt Ökonomie zu einer besonderen Fahrradtour durch den Mannheimer Hafen ein. Gemeinsam wollen wir...

Lesen ...

Sozial-ökologischer Umbau – Ergebnisse 2023/24

Um einen nachhaltigen Lebensstil und um die globalen Entwicklungsziele (SDGs) erreichen zu können, sind grundlegende Veränderungen – ein sozial-ökologischer Umbau – notwendig. In den vergangenen...

Lesen ...

Gedenken auf Shark Island

Jedes Jahr am 12. April findet ein Gedenkmarsch der Nama von ǃNamiǂNûs (Lüderitz) nach Shark Island statt, um an die Greueltaten des ersten Völkermords des 20. Jahrhunderts zu erinnern -...

Lesen ...

Donald Trump und Südafrika: Die Botschaft einordnen

Wie jeder Populist stellt auch Donald Trump schnell fest, dass weder die internen Probleme der USA wie Inflation, hohe Nahrungsmittelpreise oder Wohnungskrise noch die externen - mit oder ohne...

Lesen ...

Ethische Wirtschaftsordnung und sozial-ökologischer Umbau - Rückblick 2024

In 2024 haben wir im Rahmen des Projekts „Den sozial-ökologischen Umbau lokal erproben – eine ethische Wirtschaftsordnung entwerfen“ 22 eigene Veranstaltungen, (z. B.s Workshop oder Vorträge)...

Lesen ...

Wirtschaftspolitik  neu denken: Schritte zur Dekolonisierung

So heißt das von Decolonize Berlin in Auftrag gegebene und von Fiona Faye und Aram Ziai verfasste Gutachten. Die beiden Autor:innen analysieren die kolonialen Kontinuitäten im Bereich der...

Lesen ...

Handelskonferenz in Nairobi, dritter Tag

Die Fachkonferenz “Reimagining THE RELEVANCE OF TRADE POLICY RESEARCH AND ADVOCACY ON THE AFRICA/EUROPEAN UNION TRADE RELATIONS BEYOND 2025” ging am 22.02.  in Nairobi zu Ende gegangen. Die...

Lesen ...

Zweiter Tag der Handelskonferenz in Nairobi

Die Konferenz “Reimagining THE RELEVANCE OF TRADE POLICY RESEARCH AND ADVOCACY ON THE AFRICA/EUROPEAN UNION TRADE RELATIONS BEYOND 2025” hat sich heute hauptsächlich mit drei Vorträgen...

Lesen ...

Reimagining THE RELEVANCE OF TRADE POLICY RESEARCH AND ADVOCACY ON THE AFRICA/EUROPEAN UNION TRADE RELATIONS BEYOND 2025

Zur Zeit findet in Nairobi Kenia eine dreitägige Fachtagung zum Thema „Reimagining the relevance of Trade Policy Research and Advocacy on the Africa/European Union Trade Relations beyond 2025”...

Lesen ...

Überlebenskünstler in Südafrikas Minen

Rund acht Millionen Menschen sind laut offizieller Statistik in Südafrika im sogenannten informellen Sektor beschäftigt[1] und nur etwas mehr als doppelt so viele (rund zehn Millionen) haben eine...

Lesen ...

Dekoloniale Berliner Konferenz: Arbeitsgruppe zu Wirtschaftsbeziehungen und grünem Kolonialismus

Vom 14. bis 17. 11. fand in Berlin das Dekoloniale Festival statt. Anlass war der 140. Jahrestag des Beginns der Berliner Konferenz (15.11.1884 – 26.02.1885), bei der die Prinzipien für die...

Lesen ...

Politik-Brief von Brot für die Welt zur Dekolonisierung

Anlässlich des 140. Jahrestages der Berliner Kolonialkonferenz, die vom 15. November 1884 bis zum 26. Februar 1885 stattfand, hat die Politikabteilung von Brot für die Welt einen...

Lesen ...

EPAS: 14. Verhandlungsrunde der EU mit der ESA5

Vom 30. September bis 4. Oktober 2024 trafen sich in Brüssel und per Videokonferenz Vertreter:innen der Europäischen Union (EU) und der fünf Staaten des östlichen und südlichen Afrikas (ESA5)...

Lesen ...

EU-Afrika Wirtschaftsbeziehungen in Zeiten geopolitischer Spannungen

Seit nun 22 Jahren dominiert immer wieder ein Thema die Auseinandersetzungen um die EU-Afrika Wirtschaftsbeziehungen: die Verhandlungen um die Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (WPA). Sie gingen...

Lesen ...

Zeichnung einer Person mit Lautsprecher, die sagt: "Wir brauchen eine ethische Wirtschaftsordnung! - Die GWÖ hat einen Ansatz dafür entwickelt."

Ethische Wirtschaftsordnung – eine erste Annäherung

Die Klimakatastrophen nehmen täglich zu und bisher gelingt es Politik und Gesellschaft nicht, notwendige und grundlegende Änderungen in Gang zu bringen. Mit dem Projekt „Den sozial-ökologischen...

Lesen ...

Kundgebung

Zum Abschluss des Projektes „Globale Partnerschaft für Entwicklung am Beispiel der Handelspolitik zwischen der EU und den Ländern Afrikas“

Vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2024 hat die KASA das Projekt „Globale Partnerschaft für Entwicklung am Beispiel der Handelspolitik zwischen der EU und den Ländern Afrikas“...

Lesen ...

Leinwand zu Veranstaltung  "Alternative Mining Indaba 2024"

Alternative Mining Indaba 2024 in Kapstadt

Eine wichtige Etappe der diesjährigen Dienstreise des KASA-Teams war die Teilnahme an der Alternative Mining Indaba (AMI) in Kapstadt vom 5. bis 8. Februar 2024. Aufgrund des dichten Programms in...

Lesen ...

Sambia im Würgegriff des Privatfinanzmarkts: Gefahren für die Demokratie und Handlungsspielräume

Am 25. März 2024 verkündete der sambische Präsident Hakainde Hichilema per X (ehemals Twitter) euphorisch, dass sein Land eine Einigung mit Privatkreditgebern gefunden habe, Besitzenden der...

Lesen ...

Logo der 13. WTO Ministerialkonferenz

Tag Fünf beim MC13

Ursprünglich sollte die Abschlußkonferenz der MC13 in Abu Dhabi gestern, 29.02. um 14 Uhr stattfinden. Sie wurde auf 18:00 verschoben, dann auf 23:59, auf den 01.03. um 14 Uhr und Stand 11 Uhr...

Lesen ...

Deckblatt der Studie zur sozialökologischen Transformation

Towards a socioecological transformation of the economy. An overview of concepts, approaches and practices.

Die von Misereor in Auftrag gegebene Studie zur sozialökologischen Transformation wurde nun freigegeben und steht der Öffentlichkeit zur Verfügung, nachdem sie bis jetzt nur für...

Lesen ...

Logo der 13. WTO Ministerialkonferenz

Start der 13. Ministerialkonferenz der Welthandelsorganisation in Abu Dhabi

Am Montag hat in Abu Dhabi die 13. Ministerialkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) begonnen. Boniface Mabanza ist für die Werkstatt Ökonomie als Zivilgesellschaftlicher Vetreter vor Ort und...

Lesen ...

Drei Podcaster bei der Aufnahme der Podcastfolge

Koloniale Kontinuitäten im internationalen Handel - Boniface Mabanza zu Gast beim Podcast "In der Wirtschaft"

Boniface Mabanza Bambu war im Podcast In der Wirtschaft zu Gast. In der Folge wird darüber gesprochen, welche Kolonialen Strukturen bis heute im Handel mit afrikanischen Ländern vorherrschen, welche...

Lesen ...

Zeichnung des Briefes: "Offener Brief - EU-Kenia Freihandelsabkommen: Zivilgesellschaftlicher Aufruf zur Nichtratifizierung"

EU-Kenia Freihandelsabkommen: Zivilgesellschaftlicher Aufruf zur Nichtratifizierung

Mitte Juni 2023 haben die EU und Kenia die Verhandlungen um ein Freihandelsabkommen abgeschlossen, welche das umstrittene Abkommen der EU mit der Ostafrikanischen Gemeinschaft um ein...

Lesen ...

Ethische Wirtschaftsordnung

Im Moment ist es so, dass unsere Wirtschaftsordnung, also unser Steuersystem, derzeitige Subventionen durch den Staat, Wirtschaftsgesetze und Verwaltungsvorschriften, sowohl die Unternehmen als auch die Konsument:innen dazu animieren, Produkte zu kaufen, die Mensch und Umwelt ausbeuten, weil sie günstiger sind als Produkte, die Fair und Bio sind.Es könnte aber auch genau andersherum sein: wir könnten unser Steuersystem ändern, Gesetze und Vorschriften erlassen, die uns einladen, mit Rohstoffen sparsam umzugehen, Produkte so zu bauen, dass sie reparierbar sind und am Ende die Rohstoffe leicht zu trennen sind und in eine Kreislaufwirtschaft münden. Die Einhaltung von Menschenrechten wäre uns wichtiger als Gewinnmaximierung und durch Genügsamkeit kommen wir zu einer höheren Lebensqualität. Das wäre dann eine ethische Wirtschaftsordnung.

Panafrikanische Freihandelszone (AfCFTA)

Noch gilt der binnenafrikanische Handel, auch unter Berücksichtigung des informellen Handels, als schwach. Dafür hat sich die Afrikanische Union vorgenommen, im Rahmen ihrer Agenda 2063 die Förderung einer Panafrikanischen Freihandelszone (AfCFTA) als das zentrale Projekt voranzutreiben. Durch Aufklärung und Advocacy will die WÖK einen Beitrag dazu leisten, dass auf dem afrikanischen Kontinent die handelspolitischen Handlungsspielräume für eine Gestaltung dieses Projektes im Sinne afrikanischer Interessen entstehen. Dafür ist eine Zurückhaltung der EU und ihrer Mitgliedstaaten notwendig.

Welthandelsorganisation (WTO)

Die Ministerialkonferenz als das höchste entscheidende Organ der WTO trifft sich mindestens alle zwei Jahre wird im Jahr 2026 zum zweiten Mal in Afrika stattfinden. Es wird die 14. Ministerialkonferenz sein (MC14). 2015 fand die MC10 in Nairobi (Kenia) statt. Wie bei den vergangenen Ministerialkonferenzen will sich die KASA in die Mobilisierung afrikanischer zivilgesellschaftlicher Organisationen für die Entwicklung gemeinsamer Positionen zu den zentralen Themen der WTO einbringen und Plattformen für einen Austausch mit Entscheidungsträger:innen aus der EU organisieren.

Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPAs)

Seit 2002 verhandeln afrikanische Regionen und/oder Länder die so genannten Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPAs), die die handelspolitischen Beziehungen mit der EU auf eine gegenseitige Basis stellen sollen. Kritiker:innen werfen der EU vor, eine Liberalisierungsagenda gegenüber den afrikanischen Ländern voranzutreiben, die deren Entwicklungschancen und Bestrebungen nach Regionalintegration beeinträchtigt. Die KASA engagiert sich mit zivilgesellschaftlichen Organisationen aus Afrika und aus der EU für gerechte EU-Afrika Handelsbeziehungen.

Materialien zur Handelspolitik

Den sozial-ökologischen Umbau lokal erproben – Einführung und Materialien

Lesen ...

Marikana
Ausstellung zu Marikana

Lesen ...

Projektflyer: Sozial-ökologischer Umbau

Lesen ...

Erste Seite des Newsletters
Newsletter Handelspolitik -2- (2024)

Lesen ...

Cover "Handelspolitik - Ideen für den Schulunterricht (ab Klassenstufe 10)"
Handelspolitik - Ideen für den Unterricht

Lesen ...

Erste Seite des Newletters
Newsletter Handelspolitik 1 (2024)

Lesen ...

Erste Seite des Newsletters
Newsletter Handelspolitik -2- (2023)

Lesen ...

Titelblatt Tagungsunterlagen "Geopolitical tensions, inflation, food and debt crisis - EU-Africa economic and trade relations in times of crisis"
Geopolitical tensions, inflation, food and debt crisis. EU–Africa economic and trade relations in times of crisis - Conference documentation 7 December 2022 in Berlin

Lesen ...

Angebote für Schulen mit Partnerschaften im Südlichen Afrika

Lesen ...