Gemeinsame Erklärung der deutschen und südafrikanischen Kirchen zur Partnerschaft

„Gemeinsam für Gerechtigkeit“ – unter diesem Motto fand vom 14. bis 17. März in Kapstadt eine Konferenz südafrikanischer und deutscher Kirchen, Missionsgesellschaften und zivilgesellschaftlicher Netzwerke statt. Unter der Schirmherrschaft des anglikanischen Erzbischofs Thabo Makgoba und des Ratsvorsitzenden der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, diskutierten 157 Teilnehmende an der Universität des Westkap (UWC), was Partnerschaft im post-kolonialen Kontext heute heißen kann. Die Konferenz war nach zwei vorangegangenen wissenschaftlichen Studienprozessen zur Rolle der Kirchen und Missionswerke während der Kolonialzeit und zur Apartheidzeit (2007 – 2015) im Jahr 2016 verabredet und von einer südafrikanischen und deutschen – zu der unter anderem die KASA zählte – Steuerungsgruppe gemeinsam vorbereitet worden.

In der Abschlusserklärung fassen die Delegierten die in den drei Tagen behandelten Themen der politischen, sozialen und ökologischen Gerechtigkeit, die sie jeweils unter bewusster und absichtlicher Verwendung der vier Brennpunkte „Rasse“, „Klasse“, „Geschlecht“ und „Generation“ wahrgenommen hatten, zusammen:

„In der Kraft des Heiligen Geistes, geleitet von Gottes leidenschaftlicher Liebe gegenüber Gottes Schöpfung und in der Gegenwart des fleischgewordenen Christus, verpflichten wir uns einer neuen, postkolonialen Partnerschaft ausgerichtet an den vier Brennpunkten und dazu, sowohl eine Beziehung der Gegenseitigkeit und Zusammenarbeit, als auch eine gemeinsame Agenda unserer Fortentwicklung zu schaffen. Wir wollen uns auf beiden Seiten in mutigen Gesprächen über die diskutierten Probleme und zukünftig zu entdeckenden Problemen engagieren. Wir ermutigen bestehende Beziehungen zum Fortbestand und zur Stärkung derselben und zwar in der Art, dass Zusammenarbeit und Neuerung gefördert werden. Zu diesem Zweck wird in jedem Land eine Referenzgruppe eingesetzt.“