Gewalt als omnipräsentes Thema in den Medien. Doch selten wird tatsächlich darüber diskutiert, über die Ursachen, dahinterliegende Strukturen, Folgen gerade für junge Menschen oder über Lösungs- und Bewältigungsmöglichkeiten.
Das Dekadenprogramm des Ökumenischen Rates der Kirchen zu Überwindung von Gewalt ist ein willkommener Anlass, aus einer christlich verstandenen Weltordnung heraus das Thema aufzugreifen. Das vorliegende Arbeitsheft will Anregungen zur Beschäftigung mit dem Thema Gewalt für Gruppen, Kirchengemeinden und Schulen (Klasse 8-13) geben. Am Beispiel Südafrikas soll dies veranschaulicht werden, da die Geschichte des Landes geradezu exemplarisch mit Gewalt verbunden ist. Gewaltsame Rassentrennung und Diskriminierung waren in den Gesetzen der Apartheid festgeschrieben und wurden mit brutaler Polizeigewalt gegen die schwarze Bevölkerung durchgesetzt. Ein friedlicher Wandel und der Versuch einer nationalen Versöhnung stehen seit 1994 auf der Agenda. Und doch bleibt Südafrika bis heute ein Land, das zutiefst sozial gespalten ist, in dem Lebenschancen sehr ungleich verteilt sind und das in erschreckendem Maße unter Gewaltkriminalität leidet.
Die Beschäftigung mit "Apartheid-Gewalt-Zukunft" in Südafrika eröffnet wichtige Einsichten in strukturelle Kontexte der Gewaltproblematik mit vielen Aktionsbeispielen, Spielen, Materialhilfen und Links für die intensivere Beschäftigung mit dem Themenkomplex.
Aus dem Inhalt
1. Weltweites Leiden an der Gewalt 2. Mehr Opfer als zur Zeit der Apartheid? 3. Apartheid - die strukturelle Gewalt und ihre Folgen 4. Südafrika: Gerechtigkeit und Versöhnung 5. Unser Beitrag zur Überwindung von Gewalt 6. Materialien - Medien - Links
Bezug
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Bibliographische Angaben:
Welthaus Bielefeld u.a. (Hg.) (2007): Apartheid - Gewalt - Zukunft. Perspektiven für die Überwindung von Gewalt in Südafrika. Ein Arbeitsheft für Schulen und Gemeinden, hg. v. Welthaus Bielefeld in Kooperation mit dem Amt für Mission, Ökumene, Weltverantwortung der Ev. Kirche von Westfalen, dem Haus kirchlicher Dienste der Evang.-Luth. Landeskirche Hannover und der Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA), Bielefeld, Juli 2007, 48 S.